DDC Layer

Vorheriger Abschnitt Laden der vorherigen Artikel

Trommeln Klassifizierung: 390.4 Bräuche von Personen nach ihrem BerufDDC-Icon Klassifizierung: 355 MilitärwissenschaftDDC-Icon Klassifizierung: 786.8 Schlaginstrumente DDC-Icon Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon , ein regelmäßiges Zeitwort der Mittelgattung, mit dem Hülfsworte haben, denjenigen starken und zitternden Laut hervorbringen, welchen die Sylbe trom bezeichnet. Auf den Tisch trommeln, wenn man mit beiden Fäusten schnell hinter einander auf den Tisch schlägt, oder auch solches mit den Fingerspitzen der beiden Hände thut; auch wenn man diese schnell abwechselnden Schläge auf andere Körper macht, so nennt man solches gleichfalls trommeln, wenn gleich kein dumpfer zitternder Schall hervorgebracht wird, sondern nur der Ton eines Marsches oder sonst eines Trommelstücks nachgeahmt wird. So trommelt der Hase, wenn er auf den Hinterläufen sitzend, die Vorderläufe auf und nieder bewegt. Im eigentlichen Verstande trommelt eine Art Tauben, wenn sie mit der Kehle einen trommelnden Laut hervorbringen; s. Pfeil-IconTrommeltaube. -- Im engsten Verstande ist trommeln, das unter dem Namen der Trommel bekannte musikalische Werkzeug schlagen, welches mit zweien Stöcken, Trommelstöcken, geschieht. Es wird getrommelt. Man gebraucht es hier als ein thätiges Zeitwort. Feuerlärm trommeln, wofür das Zeitwort schlagen üblicher ist. Den Zapfenstreich, Appell, Generalmarsch, Fahnenmarsch, Feuerlärm etc. schlagen. Dagegen sagt man wieder: Etwas austrommeln, vermittelst des Trommelschlages bekannt machen. Wenn z. B. bei einigen Truppen die Strafe, welche <188, 617> über Deserteurs von den Regimentern verhängt worden, öffentlich auf den Hauptplätzen und an den Hauptstraßen=Ecken abgelesen wird, so geschieht vorher die Zusammenberufung des Publikums durch den Trommelschlag, welches man austrommeln nennt. Es gehen nämlich mit dem Verkündiger der Strafe zu den genannten Orten, außer dem dazu beorderten Militaire, noch ein Paar Trommelschläger mit, welche an jedem Orte, wo das Urtheil bekannt gemacht wird, vorher die Trommel rühren. -- Auf Universitäten kommt auch hier und da noch das Austrommeln vor, welches die alten Burschen thun, wenn sie den angekommenen Füchsen, nach ihrer Ankunft, und wenn sie das erste Mal ins Kollegium gehen, eine Musik mit den Stöcken bringen, indem sie solche zum Verdruß dieser noch schüchternen Burschen taktmäßig auf die Erde stoßen. -- Auch Schauspieler werden zuweilen vom Publikum ausgetrommelt; so auch Stücke, die nicht den Beifall des Publikums erhalten; indem dasselbe mit den Füßen und Stöcken so lange auf die Erde stößt, bis der Vorhang fällt. Nach Adelung in den gemeinen Sprecharten trummeln. Es soll das Intensivum oder Iterativum des im Hochdeutschen veralteten trommen oder trummen seyn, das noch in den gemeinen Mundarten üblich ist. S. Pfeil-IconTrommel. Dieses Zeitwort und der Schall, welchen es bezeichnet, sind mit rummeln und rumpeln sehr nahe verwandt. Das vorgesetzte t drückt die Intension des r oder des zitternden Lautes aus.

Trommelschlag Klassifizierung: 786.8 Schlaginstrumente DDC-Icon , 1) ein Schlag auf die Trommel, welcher mit dem Trommelstocke geschieht; 2) Collective und ohne Mehrzahl das Rühren oder Schlagen der Trommel. Nach dem Trommelschlage, nachdem die Trommel gerührt worden. Etwas bei öffentlichem Trommelschlage bekannt <188, 618> machen. Siehe Pfeil-IconTrommeln und Pfeil-IconTrommelschläger.

Trommelschlägel Klassifizierung: 786.8 Schlaginstrumente DDC-Icon , Trommelstäbe, Trommelstöcke, diejenigen Schlägel oder Stäbe, womit die Kriegestrommel, Soldatentrommel geschlagen wird, so auch jede ander Trommel, als musikalisches Instrument, wenn sie auch nicht von den Trommelschlägern bei den Truppen gebraucht wird. Die Trommelstöcke werden von den Drechslern abgedrehet, und theils schwarz gebeizt und polirt, theils auch von der Natur des Holzes gelassen. Sie haben vorn, nach der Spitze zu, einen ovalen Knopf, in der Gestalt einer Eichel, womit die Trommel geschlagen wird. Die Trommelschlägel der Trommler bei den Truppen sind am Griffe mit Messing beschlagen. Siehe auch oben, unter Pfeil-IconTrommel, Pfeil-IconS. 607.

Trommelschläger Klassifizierung: 786.8 Schlaginstrumente DDC-Icon Klassifizierung: 355 MilitärwissenschaftDDC-Icon , Trommler, Fellraßler, Tambour, Fr. Tambour, derjenige, welcher die Soldatentrommel zu schlagen versteht, Feldsignale, Märsche (General=, Fahnen=, Parade=etc. Marsch) beliebte Tänze, Arien, Feuerlärm, Reveille und Retraite etc. etc., sowohl nach den, als ohne Noten darauf schlägt, und diese Kunst auch Andere lehrt. Eine besondere Kunst des Trommlers besteht darin, einen guten Wirbel zu schlagen, der rein und langaushaltend geschlagen wird, und dabei angenehm tönt, wie bei einem Triller im Gesange die Stimme sich wendet und den Ton schnell wechselnd lange anhält. S. auch oben, unter Pfeil-IconTrommel. Die Garde= und die Linien=Insanterie, die Landwehr, die Stadtsoldaten, die Schützengilde etc. haben ihre Trommelschläger. Bei den Regimentern der Kriegsheere hat jedes Bataillon, außer der bestimmten Anzahl Trommler, auch noch einen Bataillonstrommelschläger, welcher die angehenden Trommler das Schla<188, 619>gen lehrt und sie auch einübt, bei neuen Märschen, Tänzen etc. Der Regimentstambour steht an der Spitze sämmtlicher Trommler und hat den Rang des ältesten Unterofficiers; siehe auch oben, unter Pfeil-IconTrommel, Pfeil-IconS. 608, u. f.

Trommelschraube Klassifizierung: 594 Mollusca (Weichtiere) und Tentaculata (Kranzfühler)DDC-Icon , einige Conchylien, welche unter diesem Namen in einigen Werken der Conchylienkunde, besonders in Schröters Einleitung in die Conchylienkenntniß, nach Linnè, vorkommen. Eine dieser Conchylien ist unter Pfeil-IconMurex, Th. 98, Pfeil-IconS. 130, schon angeführt worden. Angeführt werden von Schröter noch von der Familie Murex: 1) Die braune Trommelschraube, Buccinum fuscum, Lister, wegen ihrer Farbe so genannt. Die ersten Windungen haben eine starke erhabene Leiste, die folgenden kleine Dornen in ordentlichen Reihen. -- 2) Die Afrikanische Trommelschraube, Buccinum fasciatum, List., mit durchgängigen Querstreifen und auf jeder Windung eine Reihe scharfer Knoten. Sie gehört zu den Flußconchylien. -- 3) Die Afrikanische dunkelbraune Trommelschraube, Buccium suscum striatum et muricatum, List., mit starken knotigen Rändern in der Mitte der Gewinde, und einer weiten Mündung. Sie kommt in den Afrikanischen Flüssen vor. -- 4) Die knotige braune Trommelschraube, die knotige chinesische Pyramide, Buccinum fuscum nodosis striis distinctum, List., diese braune Trommelschraube hat eine weit ausgebogene Mündung. Sie soll zu den Flußconchylien gehören. -- 5) Die braune, an den ersten Gewinden gezackte, an den folgenden knotige oder gekörnte, Trommelschraube, Buccinum Fuscum, primis orbibus muricatum, caeterum striis nodosis exasperatum, List. Die Rundung tritt stark hervor und ist am Rande scharf ausgeschweift. Sie wird zu den Flußconchylien gezählt. -- Auch in der Fami<188, 620>lie: Mondschnecke, Turbo, kommen einige Trommelschrauben vor; s. unter Pfeil-IconMondschnecke, Th. 93, Pfeil-IconS. 430, Pfeil-Icon431, Pfeil-Icon432, Pfeil-Icon434.

Trommelstab, Trommelstäbe, siehe Pfeil-IconTrommelschlägel.

Trommelstock, Trommelstöcke, (s. Pfeil-IconTrommelschlägel.) Auch eine Conchylie führt den Namen Trommelstock, s. Pfeil-IconMondschnecke, Th. 93, Pfeil-IconS. 433.

Trommelstuhl Klassifizierung: 621.8 MaschinenbauDDC-Icon Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon , Maschinenstühle zu fassonnirten und brochirten Zeugen, bei welchen keine Ziehjungen nöthig sind. Bei dem Trommelstuhle verrichtet nämlich eine langsam um ihre Achse gehende Trommel das Ziehen der Litzen. Die Trommel hat nämlich auf ihrer krummen Seitenfläche erhabene Theile, welche nach dem Muster oder Dessein vertheilt sind, das gewebet werden soll. Diese erhabenen Theile ziehen nun an hakenförmigen Absätzen eigene mit den Litzen verbundene Stäbe, wodurch denn auch die zugehörigen Kettenfäden in die Höhe gehen. Die Trommel ist daher mit einer Walze in Spieluhren, Spieldosen etc. zu vergleichen, welche auf ihrer krummen Seitenfläche nach den Noten Stifte hat, die etwa klingende Stahlfedern in Thätigkeit setzen. Zu jedem besonderen Muster im Weben ist eine eigene Trommel nöthig. S. auch Pfeil-IconWeberstuhl, unter W.

Trommelsucht Klassifizierung: 179.3 Behandlung von TierenDDC-Icon Klassifizierung: 636.089 Veterinärwissenschaften; TiermedizinDDC-Icon Klassifizierung: 636.2 Wiederkäuer und Camelidae; Bovidae; RinderDDC-Icon Klassifizierung: 616 Krankheiten DDC-Icon , Tympanitis, eine Art der Windsucht bei Menschen und Thieren, wobei der Unterleib wegen des darin eingeschlossenen Windes, wie eine Trommel gespannt ist. Auch die Wassersucht wird von Einigen hierher gezählt, weil sie gleichfalls den Leib ausdehnt oder spannt, und da auch oftmals bei dieser Krankheit Winde und Wasser mit einander vereinigt sind, so wird diese Krankheit, wo nämlich dieses Statt findet: Windwassersucht genannt. Wegen der Trommel= oder Windsucht bei Menschen, s. den Art. Pfeil-IconWindgeschwulst und Pfeil-IconWindsucht unter W. -- Was die Trommelsucht bei Thieren <188, 621> und namentlich beim Rindviehe anbetrifft, so sehe man die Artikel Pfeil-IconAuflaufen des Rindviehes, Th. 2, Pfeil-IconS. 745 u. f.; Aufblähen, Padde, Trommelsucht, unter Pfeil-IconRindviehzucht, Th. 124, Pfeil-IconS. 716 u. f., und oben, unter Pfeil-IconTrokar, Pfeil-IconS. 584, u. f., nach. Hier noch Einiges zur Ergänzung der Trommelsucht in den schon abgehandelten eben angeführten Artikeln. Wie schon oben unter Pfeil-IconTrokar bemerkt worden, rührt die Trommelsucht oder das Aufschwellen des Viehes von zu saftreichen frischen Kräutern her, wenn solche von dem Rindviehe auf der Weide zu gierig verschlungen werden, und besonders geschieht solches beim hastigen Verschlingen des Klees, so daß unter dem Fressen Luft mit in den Wanst kommt, und die Gährung desselben im Wanste befördert, wodurch das Vieh aufschwellt. Ein Stück Vieh, welches stets satt gefüttert wird, ist der Gefahr, die Trommelsucht zu bekommen, nicht so sehr ausgesetzt, als Eines, das vorher hat Mangel leiden müssen; denn dieses fällt dann begierig über den Klee her und überfrißt sich. Auch lehrt die Erfahrung, daß das Vieh, wenn es viele Wochen hintereinander nichts als grünen Klee zu fressen bekommen, solchen nach einiger Zeit nicht mehr gern frißt, besonders wenn er noch jung ist; es zieht dann das Gras dem Klee vor; und ist er zu alt, so fressen ihn wieder die Kühe wegen der Härte nicht gern; auch ist er dann nicht so nutzbar; wenn er anfängt Blüthenknospen zu treiben, ist er am nutzbarsten. Der alte Klee, der schon völlig blühet, muß abgehauen oder zum Samen stehen gelassen werden. Frischer Klee muß daher mit großer Vorsicht gefüttert werden, dagegen kommt der getrocknete Klee, den Winter hindurch gefüttert, dem Viehe sehr gut, und der Landmann hat Samen zum Frühjahre; auch kann er aus demselben noch ein Ansehnliches lösen. Ueberhaupt muß das Vieh zum Futter so gewöhnt werden, daß <188, 622> es sich nicht überfrißt. Einige halten es für nachtheilig, wenn der Klee, noch naß vom Thaue, gehauen wird, und wollen, daß derselbe nicht eher gehauen werde, als bis der Thau abgetrocknet ist; allein hierauf soll gar nichts ankommen; denn viele erfahrene Landwirthe haben viele Fuder Klee täglich früh Morgens, wenn der Thau noch darauf liegt, oder auch wenn es geregnet hatte, naß eingefahren und verfüttert, ohne nachtheilige Folgen daraus zu verspüren. Er muß nur in den Gebäuden nicht zu dick aufeinander geworfen werden, und an einem kühlen Orte liegen, weil er sich sonst erhitzt, bitter wird, so daß ihn das Vieh nicht gern frißt, besonders gutgefüttertes Vieh. Man hat auch das Aufblähen von weißem und rothem Rübenkraute, von Kartoffeln, Erdäpfeln etc. herleiten wollen, allein andere Oekonomen, die sich des angeführten Futters bedienten, haben dieses nie bemerkt, und einer derselben während seiner langjährigen Praxis nie. Indessen kann es beim grünen Futter, bei Weizenblättern, jungem Hafer, Gerste, Wicken= und Erbsenkraute etc., wenn es zu häufig und gierig genossen wird, den so gut entstehen, wie vom Klee. Es muß den Hirten da, wo das Vieh auf die Weide getrieben, oder auf den Klee gehütet wird, ernstlich anbefohlen werden, wohl Acht zu haben, daß, wenn ein Stück Vieh nicht mehr frißt, aufzuschwellen anfängt, sich zusammenkrümmt und zittert, es schnell von der Weide nach Hause zu treiben, und solches mit Gewalt und durch Schläge, damit es sich stark bewegt; denn durch das heftige Jagen oder die starke Bewegung geschieht es zuweilen, daß sich die Winde im Wanste zertheilen, und das Vieh Luft bekommt, wodurch das Aufschwellen sogleich nachläßt. Indessen ist dieses Mittel nur im äußersten Nothfalle, wenn man kein anderes Hülfsmittel sogleich zur Hand hat, anzurathen, weil das Vieh dadurch mehr abge<188, 623>mattet wird, als man glaubt, und es eine geraume Zeit braucht, ehe es sich wieder erholt, und zur Nutzung so gut wird, als vorher. Fällt ein aufgeschwollenes Stück Vieh plötzlich, oder ehe man es gewahr wird, und giebt kein Lebenszeichen mehr von sich, so muß man schnell mit einem Messer Gurgel, Kehle und Schlund entzweischneiden, damit es ausblute; dann einen Schlächter schnell herbeiholen, der es ausschlachtet, weil sonst das Fleisch und die Eingeweide einen Kleegeschmack an sich ziehen, der sehr widrig ist, und von vielen Menschen verabscheut wird. Die Kennzeichen der Trommelsucht beim Rindviehe sind: 1) Wenn dem Viehe die Eßlust vergeht; 2) wenn ihm der Leib und Wanst aufschwillt; 3) wenn es zu keichen und ängstlich zu thun anfängt, als wenn es ersttcken wollte; 4) wenn ihm viel heißer Dunst aus dem Rachen fährt, wenn es denselben aufhält; 5) wenn die Haut am ganzen Leibe wie ein Trommelfell angespannt ist, und 6) wenn das Vieh nicht mehr stehen will, sondern sich niederlegt; hier ist die Gefahr aufs Höchste gestiegen, und das Vieh kann nur noch durch schleunige Anwendung des Trokars geheilt werden, so auch, wenn die Haut schon sehr ausgespannt ist, wie unter 5). Sonst hat man noch einige andere Mittel, die man nicht ohne Nutzen angewendet hat. 1/2 Loth zerstoßenen Rhabarber, 1/2 Loth Sennesblätter, 1 Loth Potasche auf einem Teller zusammengemischt, dazu 2 Löffel voll Honig gethan, gemischt, und das Ganze in ein Krautblatt gethan, solches zusammengewickelt und dem Vieh so tief als man kann, in den Schlund gesteckt, damit es herabgeschluckt werde. Merkt man, daß es hinunter ist, so gieße man ihm ein Quart oder Maaß warm gemachtes Braunbier ein. Dieses Mittel hilft anfangs allein; man kann aber noch folgendes als eine Beihülfe nehmen: Man tauche ein Tuch in warmes Wasser und fahre damit dem Vieh <188, 624> über den Rückgrad, oder vielmehr wasche es damit über die besagte Stelle und auf den ganzen Leib einmal über das andere. Dieses wiederhole man nun von Minute zu Minute, bis die Aufblähung sich zu verlieren anfängt; dabei muß man dem Vieh den Rachen mit einem Strohlseile offen halten, damit der sich im Wanste angehäufte Wind hinausziehe. Um aber auch die Mistung, welches nöthig ist, zu befördern, stecke man ein langes Talglicht in den After hinein, und fahre damit oft hin und her, so wird die Ausleerung bald erfolgen. Man darf nur das Strohseil fest zusammen drehen, durch den Rachen des Viehes scharf anziehen, und entweder hinter den Hörnern zusammenbinden, oder mit der Hand zusammen halten. Dann wird das Vieh anfangen, das Strohseil zu zerkäuen, sich bewegen, und dadurch die Luft vom Wanste durch den offenen Schlund herausbefördern. Damit sich das Vieh etwas mehr bewege, kann man es auch hin und her treiben lassen. Ein sicheres Hülfsmittel, welches ein Oekonom, der funfzig Jahre die Viehzucht betrieben hat, anführt, besteht darin, daß man dem kranken Viehe den Rachen aufmachen und aufhalten läßt, mit der Hand die Zunge herauszieht und sie wieder zurück läßt, damit sich das Vieh bewege. Hat man dieses mehrere Male nacheinander gethan, und ist die Gefahr noch nicht sehr groß, so wird sich gewiß Hülfe zeigen. -- Man nehme einige gewöhnliche Kuhkäse, je speckiger sie sind, desto besser, schäle das Aeußere oder den Rand davon ab, bis man auf das Innere, das Weiße, des Käses kommt. Man nehme von dem Abgeschälten 8 Loth, schneide es ganz klein, vermische es mit 2 Schoppen oder 1 Maaß lauem Wasser, lasse dem aufgeschwollenen Viehe den Rachen aufhalten, und schütte es ihm ein, damit es dasselbe herunterschlucken muß, so wird man einen guten Erfolg davon haben. -- Man nehme 1/4 Pfund Leinöl <188, 625> oder in Ermangelung desselben so viel Butter oder Schweinschmalz, vermenge solches mit einem Schoppen (1/2 Maaß) lauer Milch, und gieße es dem Viehe ein. -- Man nehme einen lebendigen Frosch, lasse dem Viehe den Rachen aufhalten, ergreife mit der linken Hand die Zunge desselben, ziehe sie heraus, so daß der Schlund keinen Zwang mehr hat, nehme hierauf den Frosch mit der rechten Hand, und stecke ihn in den Rachen des Viehes, so weit, als es nur gehen will, und lasse ihn fahren, so springt er in den Schlund hinab, arbeitet sich durch den Schlund in den Wanst, und das Vieh wird Luft bekommen; denn der Wind drängt sich durch den Schlund heraus. Dieses Mittel ist durch häufige Erfahrung bewährt. Nur kommt es darauf an, daß der Frosch auch lebendig in den Wanst hinunter kommt; stirbt er eher, so hilft es nichts, und man muß einen andern Frosch nehmen. Je größer der Frosch ist, um so besser ist die Wirkung. Man kann, wenn man den Frosch hineingesteckt hat, dem Viehe den Rachen immer noch offen halten, die Zunge heraus ziehen, und wieder hinein lassen, damit demselben Bewegung verschafft werde. Nach einer Viertelstunde wird dem Viehe etwas gutes Heu oder Gras, auch gutes Wasser gegeben. Auch dieses Mittel muß zeitig gebraucht werden, ehe sich das Vieh legt, sonst hilft es nicht, und der Trokar muß angewendet werden. Ein sehr gutes Mittel, welches Rohlwes in seinem „Vieharzneybuche” etc. (9te Aufl. Berlin, 1820), S. 170, angiebt, soll diese Krankheit schnell heben. Jeder Hirte soll nämlich in einer Flasche ein Loth rothes Steinöl und ein halbes Pfunde Branntwein zusammengemischt bei sich tragen, und sobald er bemerkt, daß ein Stück Vieh nicht frißt, und aufschwellt, so soll er sogleich dem Viehe dieses Mittel eingeben, es einige Male herumjagen, <188, 626> und die Krankheit werde sich sogleich legen. Dieses Mittel sey schon von vielen Landleuten mit Erfolg angewendet worden. Der Hirte müßte aber auf der Weide ein größeres Quantum dieser Mischung bei sich haben, damit er es, wenn mehrere Thiere von der Padde befallen würden, auch auf diese vertheilen könnte, denn sonst würden die andern ohne Hülfe bleiben.

Trommeltaube Klassifizierung: 598.65 Columbiformes (Taubenvögel)DDC-Icon , Columba tympanista Linn., Columba domestica Dasypus, eine Taubenart, welche wegen ihrer dem Trommelschlage ähnlichen Stimme diesen Namen erhalten hat; sie zeichnet sich auch noch durch die starke Haube am Hinterkopfe, und durch den Büschel, der über dem Schnabel liegt, aus. S. unter Pfeil-IconTaube, Th. 180, Pfeil-IconS. 524 u. f.

Trompen, s. Pfeil-IconTromben.

nächster Abschnitt Laden der nächsten Artikel