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Putzholz Klassifizierung: 685.3 Fußbekleidung und verwandte ProdukteDDC-Icon Klassifizierung: 621.9 WerkzeugeDDC-Icon , ein Holz, einen andern Körper damit zu putzen; besonders bey den Schustern, ein Holz, die Absätze damit zu glätten. Bey den Messerschmieden ein Holz, mit welchem kantige Messerschalen geputzt und polirt werden.

Putzmacherinn Klassifizierung: 331 ArbeitsökonomieDDC-Icon Klassifizierung: 687 Kleidung und AccessoiresDDC-Icon , eine Person weiblichen Geschlechts, welche Putz, d. i. zierliche Hauben, Palatinen etc. für das andere Geschlecht verfertigt, auch wohl Haubenmacherinn, Haubensteckerinn, von den Hauben, dem vornehmsten Stücke des Putzes.

Die besonderen Stücke, welche die Putzmacherinnen verfertigen, kommen in eigenen Artikeln dieses Werkes vor. Zur Bildung solcher Künstlerinnen gehört außer einer Fertigkeit in den feineren weiblichen Handarbeiten, als Feinnähen, Blumenmachen. Sticken etc. eine gewisse Leichtigkeit in der Behandlung der mannigfaltigen Formen des Putzes, um etwas ohne Mühe nachahmen und auch wohl neue Moden darstellen zu können.

Putzmeissel Klassifizierung: 621.9 WerkzeugeDDC-Icon , ein Meißel mit abgekürzter Spitze, womit die Löcher eines Durchschlags auf dem Werkbley Durchgeschlagen, und dann mit dem Durchschlaghammer geebnet werden.

Putzmesser Klassifizierung: 675 Leder und PelzverarbeitungDDC-Icon 1) ein Rasiermesser; s. im Art. Pfeil-IconMesser 2) Bey den Lohgärbern ein gewöhnliches großes scharfes Messer, womit die Grundhaare der Felle nach dem Ausstreichen abgeputzt oder abgeschoren werden.

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Putzpulver Klassifizierung: 648.5 WohnungsreinigungDDC-Icon , ein Pulver, womit allerley metallene Geräthe gerieben und dadurch polirt werden.

Putzpulver für Stahlarbeit. Mit 2 mahl mehr Schwefel im Tiegel geschmolzener Stahl gibt einen Rohstein, welcher unter der Muffel anfangs langsam, dann stärker geröstet wird, bis er keinen Schwefelgeruch mehr verbreitet; sodann zerrieben und geschlämmt, für sich oder mit einem Drittel Zinnasche und etwas Branntwein versetzt, gibt er dieses Putzpulver.

Hawley in London hat vor einigen Jahren ein nützliches Pulver erfunden, welches er Patentrouge nennt, womit alle Artikel von Gold, Silber, Bijouterie und plattirter Waare auf das leichteste gereinigt werden können, so, daß sie ihren ursprünglichen Glanz erhalten.

Auch der Herr Steinacker will ein neues Mittel erfunden haben, die Spiegel zu reinigen und zu putzen. Es soll weder die Fehler der Schmalte noch der Kreide haben, sondern die Spiegel ohne blinde und trübe Stellen zu verursachen, von Schmutz, Licht und Oehldampf ganz befreyen und die Schönheit derselben wieder herstellen. Eben dieses läßt sich indeß auch mit reiner gepülverter Walkererde bewirken. Im Art. Pfeil-IconSpiegel wird mehr davon gesagt werden, wie man sie poliren kann.

Putzscheere Klassifizierung: 621.9 WerkzeugeDDC-Icon Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon , 1) im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, die Lichtputze, die Lichtscheere. 2) Bey den Seidenwebern ist es eine eigentliche Scheere, die Fasern an der Kette damit abzuputzen, d. i. wegzuschneiden.

Putzschrank Klassifizierung: 749 Möbel und MöbelzubehörDDC-Icon Klassifizierung: 684.16 Schränke und EinbaumöbelDDC-Icon , ein Schrank von gefälliger Form und Verzierung, um es in einem Putzzimmer zur Verschönerung desselben aufzustellen. Jetzt ist der Geschmack indeß nicht dafür, ein Putzzimmer mit <119, 26> Schränken zu versehen, indem man so wenig Geräthe wie möglich hinein bringt.

Putzstein Klassifizierung: 648.5 WohnungsreinigungDDC-Icon , nennt man wegen seines Gebrauches den Pimsstein.

Putzzange Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon Klassifizierung: 621.9 WerkzeugeDDC-Icon , bey den Seidenwirkern, eine Zange, das Fasenwerk an den fertigen Zeugen damit wegzukneipen.

Putzzimmer Klassifizierung: 728 Wohnbauten und verwandte GebäudeDDC-Icon , ein Zimmer in den Wohnungen der mittleren Stände zum Empfange der Fremden; das was in Pallästen die Pracht= oder Prunkzimmer sind.

Puya Klassifizierung: 584.85 Bromeliales DDC-Icon , ein auffallendes südamerikanisches Gewächs, welches Molina hist. nat. de Chili, p. 131. beschrieben, und das man Korkpflanze genannt hat. Dem botanischen Charakter nach gehört es in die erste Ordnung der sechsten Classe (Hexandria Monogynia) des Linné'schen Systems. Die Blumenkrone besteht aus 6 ungleichen Blättern, von welchen drey größer und gewölbt sind. Die Blumendecke fehlt. Im Grunde der Blume befinden sich Schuppen, denen die sechs Staubfäden eingefügt sind, deren Staubbeutel anliegen. Der dreyeckte Fruchtknoten hat keinen Staubweg. Die Samenkapsel ist dreyfächerig.

Die chilische Korkpflanze. (P. chilensis.)

Klassifizierung: 641.34 Lebensmittel aus Obstanlagen und ForstwirtschaftDDC-Icon Dieß Gewächs ähnelt nach Molina der Ananas sehr. Seine Wurzel bringt 2 bis 3 unförmliche Triebe hervor, welche kegelförmig, und bey einer Höhe von nur 20 Zollen, oft mannsdick sind. Ihr Ueberzug besteht aus schwammigen Schuppen, und die 4 Fuß langen, und an den Seiten mit gekrümmten Stacheln besetzten Blätter kommen an der Spitze dieser Triebe hervor, welche sich in einen 9 Fuß langen Stängel verlängert, dessen Dicke über 3 Zoll beträgt, eine sehr harte grüne Rinde hat, inwendig aber mit <119, 27> einer schwammigen korkartigen Substanz versehen ist. Am Ende theilt sich der Stängel pyramidenartig in Zweige, welche mit kleinern Blättern und gelben Blumen besetzt sind, welche letztern wegen ihres vielen Honigs, welchen sie enthalten, von Kindern gesucht und gegessen werden, auch sammeln die Einwohner diesen Honig. In ganz Chili dient die innere schwammige Substanz der Stängel statt Kork.

Puyk Klassifizierung: 658.7 MaterialmanagementDDC-Icon , ist ein in der Handlung vorkommendes holl. Wort, und bedeutet gut. Puyk puyk heißt extra gut, fein.

Puzzolane, s. Pfeil-IconPouzzolane, Th. 116, Pfeil-IconS. 619.

Pycnostylon Klassifizierung: 721.3 SäulenkonstruktionenDDC-Icon , ein Gebäude, an welchem die Säulenweite 1 1/2 Durchmesser der Säulen beträgt.

Pyctatium Klassifizierung: 262 EkklesiologieDDC-Icon , war eine Art von Conduitenliste, welche man durchging, ehe ein neugewählter Bischof geweihet wurde.

Pye Klassifizierung: 391.02 Kleidung nach sozialen SchichtenDDC-Icon Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon , in Holland und dem alten Westphalen ein grobes, aber sehr festes Tuch, aus schwarzer Heidschnuckenwolle, das stark von den Landleuten zu Kleidungen gebraucht wird.

Pygmäen Klassifizierung: 305.896 Afrikaner und Menschen afrikanischer AbstammungDDC-Icon , ein fabelhaftes Zwergvolk des Alterthums, das in dem innern Afrika wohnen, und mit welchem die Kraniche Krieg führen sollten, wie es Homer Il. λ. 3 fl. erzählt. Aristoteles nennt diese Pygmäen Höhlenbewohner und gibt an, daß sie klein sind, nur die Fabel die Sache übertrieben habe. Andere erklären die Pygmäen für die sechszehn Knaben, die die Symbole der 16 Ellen des Nilanwuchses, wahrscheinlich zu Memphis, waren, und daraus haben sie die Mythe so erklärt, daß die Kraniche, weil sie gerade zur Zeit in Aegypten ankommen, wenn der Nil fällt, sie also die Pygmäen überwinden.

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Pygmalion Klassifizierung: 938 Griechenland bis 323DDC-Icon Klassifizierung: 201.3 Mythologie und mythologische GrundlagenDDC-Icon , war ein König in Cypern, ein geschickter Bildhauer, aber großer Weiberfeind. Als er aber einst ein sehr schönes Frauenbild von Elfenbein gemacht hatte, verliebte er sich in dasselbe und bat, wie die Fabel sagt, die Venus, dieses Bild zu beleben. Seine Bitte wurde erhört, und er zeugte den Paphos mit dieser Bildsäule.

Pylaken Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon , eine Art englischer Tücher, welche in den Stücken von 24 -- 26 pariser Ellen halten; doch gibt es auch einige von nur 15 -- 20 Ellen.

Pyra Klassifizierung: 634.1 KernobstDDC-Icon , Pira, der Plural von Pyrum, Birn, und bedeutet also die Frucht des gemeinen Birnbaumes, Pyrus communis Linn. wovon im Art. Pfeil-IconBirnbaum gehandelt wird.

Da dieses Wort sehr häufig gebraucht wird, indem es so viele Abarten der Birnen gibt, so will ich hier die in den Schriftstellern vorkommenden verschiedenen Benennungen kurz anführen. Nur bedaure ich, daß es unmöglich ist, die gleichbedeutenden deutschen Nahmen und die gehörigen Nachweisungen immer hinzu zu fügen. Man hat nähmlich in den neuern Zeiten eine so große Anzahl von Abarten der Birnen kennen lernen, daß es niemand unternehmen kann zu sagen, welche aus diesen vielen der eine oder der andere Schriftsteller mit seiner gewöhnlich nur kurz bezeichneten Sorte eigentlich meint.

Pyra angelica; hierunter versteht J. Bauhin eine Abart des Birnbaums mit kleiner, knolliger und dunkelgefärbter Frucht ohne Stiel.

Pyra angelica magna; so nennt er eine andere mit großer, gelber, gewürzhafter und etwas herber Frucht.

Pyra aquosa majora; ist bey ihm eine andere mit gelblicher und schmelzender Frucht, ohne Stiel, welche im Herbst zu essen ist.

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Pyra bergamotta, Gallis, bedeutet bey ihm die Bergamotbirne.

Pyra bicipitia; hierunter versteht Dalechamp eine andere mit großer gleichsam zweyköpfiger Frucht, welche erst im Winter eßbar ist.

Pyra bohemica; ist bey C. Bauhin eine andere mit knolliger, gelblicher oder weißlicher und getüpfelter Frucht, welche erst im Winter zu genießen ist.

Pyra boni Christiani; so nennt er eine andere mit großer, pyramidenförmiger Frucht, welche aus der gelben in eine röthliche Farbe spielt, und erst im Winter eßbar wird.

Pyra chirothecaria; bedeutet bey ihm eine andere mit ziemlich rother und getüpfelter Frucht ohne Stiel, welche im Sommer zu genießen ist.

Pyra Colmariensibus vulgo nota; bedeutet bey ihm eine andere mit wohlriechender gelblicher, und rothgefleckter und gestreifter Frucht ohne Stiel, welche im Sommer eßbar ist.

Pyra decorticata Waldensium; hierunter versteht er eine andere, mit einer etwas eckigen und gelben Frucht, welche eine sehr zarte Haut hat, im Herbst eßbar ist, und bald verdirbt.

Pyra domestica Bollensium; so nennt er eine andere mit gelber, ungleicher und gerippter Frucht, welche im Herbst zu essen ist.

Pyra dorsalia eademque libralia dicta; bedeutet bey ihm eine andere mit großer und länglichter Frucht, welche die Farbe des Eisenrostes, und zu beyden Seiten einen Nabel hat, und erst im Winter zu essen ist.

Pyra equorum medio corpore solium exoritur; hierunter verstehen Dalechamp und J. Camerar eine andere mit einer Frucht, aus deren Mitte ein Blatt hervorkommt.

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Pyra exigua a Cretensibus achlades nominata, a nostris diversa; so nennt Bellonius eine candische Spielart des Birnbaums mit kleiner Frucht.

Pyra savonia rubra; bedeutet bey Dalechamp die große Muscatellerbirne.

Pyra herilia; hierunter versteht J. Bauhin eine andere mit gelblicher oder gestreifter, säuerlicher und sehr wohlschmeckender Frucht, die im Herbst eßbar ist.

Pyra hordearia, quae cum hordeo maturescunt, vulgo poire de St. Jean; so nennt Dalechamp eine andere mit kleiner und grüner weißlicher Frucht, welche mit der Gerste reif wird.

Pyra Jesu moschatellina rubra; bedeutet bey J. Bauhin die große Muscatellerbirne.

Pyra insana; hierunter versteht Cäsalpin die Melanzanäpfel.

Pyra lactea; ist bey J. Bauhin eine Abart des Birnbaums mit größerer und weißlicher Frucht, welche im Sommer reift.

Pyra longo pediculo; so nennt J. Bauhin eine andere mit langen Stielen.

Pyra moscatellina minima; moschata minima seu chia; bedeutet bey J. Bauhin und Dalechamp die kleine Muscatellerbirne.

Pyra optima Basileensibus; hierunter versteht J. Bauhin eine andere Abänderung des Birnbaums mit kleiner gelblicher Frucht, welche nach Bisam riecht, und im Sommer zeitig wird.

Pyra Pompejana cognomine mammosa Plinii; so nennt Dalechamp eine andere mit großer pyramidenförmiger Frucht, welche aus der gelben in die röthliche Farbe spielt, und erst im Winter zu genießen ist.

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Pyra pugillaria Bollensium; bedeutet bey J. Bauhin eine andere mit knolliger, gleichsam eckiger und gelbgrünlicher Frucht, welche bald verdirbt, und im Herbst zeitig wird.

Pyra quae comesia, ventrem subducunt; hierunter versteht C. Bauhin eine andere, deren Früchte stark auf den Stuhlgang treiben.

Pyra quaedam fugacia; so nennt J. Bauhin eine andere mit gelber, gewü zhafter und etwas herber Frucht, welche bald verdirbt, und wird im Herbst reif.

Pyra regalia serotina; bedeutet bey ihm eine andere mit knolliger und eckiger Frucht, welche erst im Winter zu genießen ist.

Pyra regia Bollensium; hierunter versteht er eine andere mit kleiner, kugelrunder, grünröthlicher und getüpfelter Frucht, welche im Herbst reif wird.

Pyra strangulanea; strangulatoria; so nennen Dalechamp und J. Bauhin eine andere mit stark zusammenziehender und länglicher Frucht, welche im Sommer zeitig wird.

Pyra superba parva, sed ocyssima Plinio; bedeutet bey Dalechamp eine andere mit frühen, kleinen und sehr wohlriechenden Früchten, welche traubenweise beysammen stehen.

Pyra sylvestria, hierunter versteht Theodor die Holzbirne.

Pyra sylvestria majora, so nennt er die Holzbirne mit größeren Früchten.

Pyra sylvestris; bedeutet bey Gerard und Anguillara den Holzbirnbaum.

Pyra sylvestris cretica; hierunter versteht C. Bauhin eine candische Spielart des Birnbaums.

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Pyra sylvestris minima; so nennen Theodor und Gerard eine wilde Abart des Birnbaums mit sehr kleinen Früchten.

Pyra Volema Virgilii, bedeutet bey Dalechamp eine andere mit großer und länglicher Frucht, welche die Farbe des Eisenrostes und an beyden Enden einen Nabel hat, und erst im Winter zu genießen ist.

Pyra Zellensia dicta, hierunter versteht J. Bauhin eine andere mit knolliger, getüpfelter, theils gelber, theils röthlicher Frucht, welche eine dünne, glänzende Haut hat, und im Herbst reif wird.

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