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Pendeloque Klassifizierung: 745.5 HandwerkskunstDDC-Icon Klassifizierung: 391.7 SchmuckDDC-Icon Klassifizierung: 391 Kleidung und äußeres ErscheinungsbildDDC-Icon Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon , alles, was herabhängt, als herabhangende Krystallstücke an den Leuchtern, Kleinigkeiten an den Uhrketten, auch wohl im Scherze herabhangende Lappen an den Kleidungsstücken.

Pendeloquen Klassifizierung: 739.27 Schmuck DDC-Icon , Pendeloken, heißen bey den Steinschleifern Diamanten, welche oben spitz zulaufen, unten aber rundlich sind, und deren gute Seiten allmählige Abfälle haben, um daselbst die Flächen anlegen zu können. Wenn der Körper von dieser Beschaffenheit ist, so schleift man ihn, wodurch er eine freye Spielung erhält, um in Ohrringen gebraucht zu werden. Wenn der Diamant eine untaugliche Pendeloquenspitze mit sich bringt, so wendet man ihn zum Brillanten an.

Durch einige dieser birnförmigen Steine wird an dem spitzen Ende ein feines Loch gebohrt; damit nun der Draht, womit diese Steine aufgehängt werden, nicht leicht reiße oder breche, so wird dazu das feinste Gold und Silber genommen, da dieses dem Brechen am wenigsten ausgesetzt ist.

Solche Steine sind jetzt überhaupt aber selten; am mehrsten kommen sie noch unter dem sogenannten Hausschmuck großer Herren vor.

Pendelschaukel, s. im Art. Pfeil-IconLeibesbewegung, Th. 71, Pfeil-IconS. 586.

Pendelstange, s. im Art. Pfeil-IconPendel.

Pendeluhr, s. eben daselbst, Pfeil-IconS. 346 fl. und im Art. Pfeil-IconUhr.

Pendet Klassifizierung: 001.2 Wissenschaft und GelehrsamkeitDDC-Icon Klassifizierung: 305.8914 SüdasiatenDDC-Icon , heißt bey den Indiern ein Gelehrter, welcher der heiligen Sprache kundig ist.

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Pendoulau, s. unter Pfeil-IconWeinstock.

Pendul, s. Pfeil-IconPendel.

Pendule, s. Pfeil-IconPendel.

Pendulin, Penduline, Pendulino, Pendulinmeise, Nahmen der Beutelmeise, Parus pendulinus L.; s. im Art. Pfeil-IconMeise, Th. 88, Pfeil-IconS. 34.

Pendulum, s. Pfeil-IconPendel.

Penelope Klassifizierung: 938 Griechenland bis 323DDC-Icon Klassifizierung: 201.3 Mythologie und mythologische GrundlagenDDC-Icon , eine wegen ihrer Schönheit und ehelichen Treue berühmte Griechinn, eine Tochter des Icarius, und Gemahlinn des Ulysses.

Penelope Klassifizierung: 598.6 Galliformes (Hühnervögel) und Columbiformes (Taubenvögel)DDC-Icon , Penelope, bey den neueren Naturforschern der Nahme einer Gattung der Vögel, welche mit dem Truthahn einige Aehnlichkeit hat. Der Schnabel ist an der Wurzel nackt, der Kopf mit Federn bedeckt, die Kehle nackt, der Schwanz zwölffederig. Man kennt jetzt sechs Arten, welche in den heißen Ländern der alten, besonders aber der neuen Welt gefunden werden.

1. Die brasilianische Penelope. Penelope cristata, capite pennis erectis cristato, temporibus violaceis. Gmel. Syst. Nat Tom. I. P II. p 733 Penelope Jacupema. Merrem. Meleagris cristata Linn. Gallopavo brasiliensis. Briss. Phasianus brasiliensis. Raj.

Dieser Vogel ist aus Brasilien, wo er Jacupema genannt wird, weil er Jacu, Jacu schreyet. Andere nennen ihn Guan oder Quan. Linné nennt ihn cristata, weil er auf dem Kopfe einen Busch von langen schwarzen Federn führet, den er aufrichten kann. Auch ist er von dem Truthahn darin unterschieden, daß ihm der drüßigte Lappen an der Stirn mangelt. Die Schäfte sind violetfarbig, an der Kehle sitzt eine rothe zusammengedrückte Drüse. Die Farbe ist schwarz, mit einem gelben Kupferglanz; die <108, 404> Augenringe sind schmutzig pomeranzenfarbig, und die Füße hochroth. Etliche haben keinen Federbusch auf dem Kopfe, welches vermuthlich die Weibchen sind.

2. Die bengalische Penelope. Penelope Satyra, capite cornibus geminis, corpore rubro punctis ocellatis. Gmel. l. c. Meleagris Satyra. Linn. Phasianus cornutus. Briss. Napaul ou Faisan cornu. Buff.

Weil dieser Vogel auf dem Kopfe zwey Hörner führet, wie die Buschgötter oder Satyre abgebildet werden, so wird er von Linné Satyra genannt.

Es sind aber diese Hörner zwey schwielichte lange runde Fortsätze, die hinter den Augen in die Höhe treten, und eine blaue Farbe haben. Der Kopf ist von vorne schwarz, oben roth, Hals und Brust pomeranzenfarbig, und auf ähnliche Art ist auch der Körper gefleckt. Die kahle Haut, die unter der Kehle herunter hängt, ist blau und pomeranzenfarbig gefleckt, der Schnabel braun, die Füße sind weiß, und mit Spornen versehen. Er ist etwas kleiner als der gewöhnliche Truthahn.

3. Cumanische Penelope. Penelope cumanensis, nigra, crista remigibusque primis albis. Gmel. l. c. Crax cumanensis. Jacq. Beytr. p. 25. n. 19. Yacou. Buff.

Diese Art hält sich in Gujana, Cayenne und andern dortigen Gegenden auf. Sie ist so groß wie eine Truthenne, hat einen Federbusch auf dem Kopfe, und einen Schwanz, welcher sich wie bey den Truthähnen ausbreitet. Sie nistet auf der Erde und wird leicht zahm, weshalb sie dort öfters auch als ein Hausgeflügel unterhalten wird. Der Schnabel und die Krallen <108, 405> sind schwarz; der Federbusch ist lang, und zugespitzt. Die Augen braun, die Iris roth, die Haut um die Augen nackt. Die Karunkeln unter der Kehle bläulich. Der Leib ist unten weißpunctirt, der Schwanz lang, und aus gleich langen Federn bestehend. Die Füße roth.

4. Gujanische Penelope. Penelope Marail, ex virescente nigra, area oculorum nuda pedibusque rubris, gutture subnudo albopunctato. Gmel. l. c. Marail. Buff. Faisan verdâtre de Cayenne. Buff. pl. enium. n. 338.

Klassifizierung: 641.39 Wild und MeeresfrüchteDDC-Icon Diese Art hält sich heerdenweise in den Wäldern von Gujana auf; des Nachts sitzen sie auf hohen Bäumen, deren Früchte sie des Morgens und Abends frißt. Wenn man sie jung einfängt, sind sie leicht zu zähmen. Ihr Geschrey ist unangenehm. Zur Brützeit, welches zwey Mahl im Jahre geschieht, sondern sie sich paarweise ab, und halten sich auf der Erde oder in niedrigen Gesträuchen auf, und das Weibchen legt 3 -- 4 Eyer. Das Fleisch wird sehr geschätzt. Der Schnabel und die Regenbogenhaut sind schwärzlich. Die Federn auf dem Kopfe bilden einen ansehnlichen Busch, welchen der Vogel aufrichten kann. Die Flügel sind nur kurz, der Schwanz lang und gleichförmig; gewöhnlich hängt er nieder, doch kann der Vogel ihn auch wie ein Truthahn ausbreiten. Die Krallen sind krumm und spitz.

Penelopenänte Klassifizierung: 598.41 Anseriformes (Gänsevögel)DDC-Icon , ein Nahme der Pfeifänte, Anas Penelope Linn., welche sich an den Seeküsten des nördlichen Europas aufhält, im Winter aber sich allenthalben auf offenen Flüssen etc. einfindet.

Penetrale Klassifizierung: 728 Wohnbauten und verwandte GebäudeDDC-Icon Klassifizierung: 726 Gebäude für religiöse und verwandte ZweckeDDC-Icon , 1) bey den alten Römern, der innere Theil eines Tempels, oder auch eines Hauses, in welchem die Götzenbilder standen, und wo man zu<108, 406>gleich die Kostbarkeiten aufbewahrte, weil Furcht vor den Göttern die Diebe zurückschreckte. 2) In fürstlichen Begräbnissen der Ort, wo man die Särge beysetzte.

Pengwin Klassifizierung: 641.39 Wild und MeeresfrüchteDDC-Icon Klassifizierung: 598.47 Sphenisciformes (Pinguine)DDC-Icon , Penguin, Pinguin, Aptenodytes Forster, ist eine Vogelgattung, deren Arten man nur südwärts vom Aequator antrifft, und welche man im Deutschen auch wohl Fettgänse nennt. (S. Th. 16, Pfeil-IconS. 96.) Linné kannte nur zwey Arten, die er aber zu verschiedenen Gattungen rechnete, nähmlich den Phaëton demersus, und Diomeda demersa. Pennant und besonders Forster haben aber mehrere Arten beschrieben, so daß ihre Zahl schon auf 11 gestiegen ist. So wie die Alken oder Papageytaucher (S. Th. 106, Pfeil-IconS. 466. Pfeil-Icon471.) der nördlichen Halbkugel eigen sind, so sind die Pengwins der südlichen eigenthümlich, höchstens findet man sie im Papualande und den Philippinen. Vorzüglich häufig sind sie an den Küsten des Feuerlandes, und an der magellanischen Straße, auch bey Kerguelens Land, wo auf der letzten Kookschen Reise allein drey neue Arten entdeckt wurden. Die Reisenden beschreiben den Geschmack dieser Vögel sehr ungleich, welches wohl zum Theil von den verschiedenen Graden des Hungers herrührt, welche sie bey der Mahlzeit hatten. Nach Funnel ist der Geschmack nur mittelmäßig. An der magellanischen Straße sollen sie gekocht recht schmackhaft seyn, ohne den Fischgeschmack zu haben; auch auf der Insel Elisabeth, nordwärts vom Vorgebirge der guten Hoffnung. Man kocht sie hier erst mit Wasser, und bratet sie hernach mit Butter, wo sie denn recht wohlschmeckend werden. Gesalzen soll sich das Fleisch sehr lange halten. <108, 407> Auch nach des Brosses sind die Pengwins an der magellanischen Straße am wohlschmeckendsten. Dampier rühmt den Geschmack der Eyer ungemein. Forster sagt: ihr Fleisch ist schwarz und von alten zähe und fischicht, von jungen Vögeln erträglich.

Der Schnabel ist bey diesen Vögeln gerade, glatt, etwas zusammen gedrückt, und messerförmig. Der Oberkiefer der Länge nach schief gefurcht, der untere an der Spitze abgestumpft; die Flügel Flossen ähnlich, ohne Schwungfedern. Von den hierher gehörigen Arten bemerke ich folgende.

1. Der schwimmende Pengwin. Aptenodytes demersa, rostro pedibusque nigris, superciliis fasciaque pectorali albis. Gmelin Syst. nat. Tom. I. P. II. p. 557. Forster in comm. Goet. III. p. 144. n. 6. Diomedea demersa. Linn. Spheniscus. Briss. Anser magellanicus. Clus. Manchot du cap de bonne esperance. Buff. Die Schwungfedern fehlen, die Füße liegen am Ende des Körpers und haben vier durch eine Schwimmhaut verbundene Zehen. Der Körper ist oben schwarz, unten weiß, die Schläfe und Kehle schmutzig aschgrau. Schnabel und Füße schwarz. Er kann, wie alle, bloß schwimmen, nicht fliegen, und sehr wackelnd gehen. Er hält sich ums Vorgebirge der guten Hoffnung auf, und ist so groß als eine Aente, oder fast so groß als eine Gans. Die Flügel gebraucht er zum rudern, indem er damit über die Oberfläche des Wassers hinstreift und deshalb auch Wasserscherer genannt wird.

2. Der rothfüßige Pengwin. Aptenodytes Catarractes, rostro pedibusque rubris, <108, 408> capite susco. Gmel. l. c. Forster l. c. Catarractes. Briss. Phaëton demersus. Linn. Redfooted Pinguin. Edw. Penn. Dieser Vogel hält sich im Südmeere auf, und sieht fast so aus, wie der vorige. Er ist so groß wie eine Gans, oben purpurfarbig braun, unten weiß. Der Kopf und die Kehle sind vorn braun, die Schwanzfedern schwarz, Schnabel und Füße roth. Die Flügel haben, wie bey den übrigen keine Federn, sondern sind gleichsam mit Schiefern oder Schuppen bedeckt, von Farbe braun, doch mit einem weißen Rande eingefaßt. Der Schwanz ist kurz und steif.

3. Patagonischer Pengwin. Aptenodytes patachonica, rostro pedibusque nigris, macula ad aures aurea. Gmel. l. c. Forster. l c. Grand manchot. Buff.

Dieser Vogel lebt an der magellanischen Meerenge, den Falklandsinseln, den Patagonischen und andern Küsten von Amerika. Er ist überaus zahlreich dort anzutreffen, wird am fettesten von allen, und am größten, indem er 4 Fuß 3 Zoll lang, und 3 Fuß hoch ist. Er lebt von Fischen, Schalthieren, Krebsen und allerley Seegewürmen. Sein Fleisch ist ganz schwarz aber eben nicht unschmackhaft. -- Der Unterkiefer ist an der Basis gelbröthlich. Die Augenhaut nußbraun. Der Kopf und die Kehle schwarz; unter derselben eine safrangelbe Linie. Das Genick und der Rücken oben blauschwarz, unten mit dem Steiße schwarz. Die Brust und Bauch weiß. Die Flügel oben blaugrau, unten weiß.

Der nordische Pengwin, Penguin oder Pinguin ist Alca impennis Linn.; s. im Art. Pfeil-IconPapageytaucher, Th. 106, Pfeil-IconS. 471.

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