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Hunde=Wache Klassifizierung: 623.8 Schiffstechnik und NautikDDC-Icon , auf den Schiffen, die dritte Wache der Nacht, oder der dritte von denjenigen Theilen, worin die 24 Stunden in Ansehung der Wache eingetheilet werden.

Hunds=Apfel, Alraun; siehe Pfeil-IconMandragora.

Hunds=Arbeit Klassifizierung: 799.234 Jagd mit HundenDDC-Icon , bey den Jägern, die Arbeit mit dem Leithunde, d. i. die Abrichtung desselben.

Hunds=Auge, Hunds=Blüthe, Gnaphalium Linn.; siehe Pfeil-IconRuhr=Kraut.

Hunds=Baum Klassifizierung: 583.92 Dipsacales (Kardenartige)DDC-Icon , im g. L. Hundebaum. 1. Ein Nahme des Hecken=oder Zaun=Kirschbaumes, Lonicera Xylosteum Linn. siehe in Pfeil-IconK. 2. Des Vogelkirsch=Baumes, Prunus Padus L. s. in Pfeil-IconK. 3. Des Faul=Baumes, Rhamnus Frangula L. s. Th. XII, Pfeil-IconS. 294. 4. Des Kreutzdornes, Rhamnus catharticus L. welcher auch Hundsbaumholz genannt wird; s. in Pfeil-IconK.

Hunds=Beere, im g. L. Hundebeere, ein Nahme verschiedener Beeren, und der Stauden, welche sie tragen. 1. Der Beeren oder Frucht des Hartriegels, oder wilden Kornelbaumes, Cornus sanguinea L. siehe in Pfeil-IconK. 2. Der Heckenkirschen, Lonicera Xylosteum L. s. in Pfeil-IconK. 3. Der Kreutzbeeren, Rhamnus catharticus L. s. Pfeil-IconKreutz=Dorn. 4. Der Beeren der Ballrose, oder der Wasserhohlunders, Viburnum Opulus L. s. Pfeil-IconSchwelkenbaum. 5. Der Rainweide, Ligustrum vulgare L.; siehe in Pfeil-IconR.

Hunds=Biß, (toller) s. Pfeil-IconHunds=Wuth.

Hunds=Blume, im g. L. Hundeblume; eine Benennung 1. der Hundskamille, Anthemis Cotula L. siehe unter Pfeil-IconKamille. 2. Des Hundslattiches oder <26, 467> Löwenzahnes, Leontodon Taraxacum L. s. Pfeil-IconRöhr=Kraut.

Hunds=Blüthe, s. Pfeil-IconHunds=Auge.

Hunds=Brod Klassifizierung: 636.7 Hunde DDC-Icon Klassifizierung: 636.084 FütterungDDC-Icon , im g. L. Hundebrod, schlechtes aus Kleyen und Rockenmehl für die Hunde gebackenes Brod. Siehe Th. Th. VI, Pfeil-IconS. 754.

Hunds=Bube, s. Pfeil-IconHunds=Junge.

Hunds=Dachs Klassifizierung: 599.767 Melinae (Dachse) und Mellivorinae (Honigdachse)DDC-Icon , der gemeine oder gewöhnliche Dachs, wegen seiner Aehnlichkeit mit einem Hunde an der Schnautze und an den Zähnen; zum Unterschiede einer Art Dachse mit einem größern Leibe, längern Kopfe und längerer Nase, welche Schweinsdachse genannt werden, wiewohl dieser Unterschied nur bloß zufällig ist.

Hunds=Dille, im g. L. Hundedille; s. Pfeil-IconHunds=Kamille.

Hunds=Distel, im g. L. Hundedistel; s. eb. Pfeil-Icondas.

Hundsdorn, Cynorrhodos; s. Pfeil-IconHage=Butte.

Hunds=Ey, eine Art unvollkommener Eyer; s. Th. XI, Pfeil-IconS. 782.

Hunds=Fell, s. oben, Pfeil-IconS. 453, f.

Hunds=Fett, dessen Gebrauch; s. oben, Pfeil-IconS. 451.

Hunds=Flechte Klassifizierung: 579.7 FlechtenDDC-Icon , im g. L. Hundeflechte, Hundsmos, Lichen caninus L. eine lederartige, kriechende, lappichte, stumpfe und flache Flechte, oder Mos, welche in den Wäldern auf der Erde wächst, und für das wirksamste Mittel wider den Biß toller Hunde gehalten wird. Siehe Th. XIV, Pfeil-IconS. 79, f.

Hunds=Fleisch, dessen Genuß; s. oben, Pfeil-IconS. 455, f.

Hunds=Fliege, s. oben, Pfeil-IconS. 445.

Hunds=Floh, s. oben, Pfeil-IconS. 446 f.

Hundsfott Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon , ein sehr niedriges Schimpfwort eines nichtswürdigen, besonders eines feigen Menschen, welches für die höchste wörtliche Beschimpfung gehalten wird. Die eben so niedrigen Hundsföttisch, und Hundsfötterey, sind nicht weniger ehrenrührig.

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Im Dän. lautet es gleichfalls Hundsfot, und im Schwed. Hunsfott. Die vielen zum Theil seltsamen Ableitungen, welche man von diesem niedrigen Worte versucht hat, kann man bey dem Wachter finden. Ihre glaubt, daß es aus Hundhufwud, Hundshaupt, zusammen gezogen worden, welches im Schwed. ein figürlicher Ausdruck für Schande ist, und von der ehemahligen Strafe des Hunde=Tragens (s. oben, Pfeil-IconS. 457, fgg.) hergeleitet wird. Auf ähnliche Art bedeutet Hundskopf 2 Sam. 3, 8. einen verächtlichen, nichtswürdigen Menschen. Die Meisten leiten das Wort von den Hunnen her, wlche in Deutschland einfielen, und mit Rauben und Brennen großen Schaden thaten, niemahls aber Stand halten oder fechten wollten, daß, wenn gefragt wurde: Wer hat dieses oder jenes Dorf angesteckt und ausgeplündert? die gemeine Antwort gewesen: Hunnus fuit, zus. gezogen, Hunsfut. Allein die hohe Empfindung, welche man mit diesem Worte verknüpft, beweiset schon, daß es etwas überaus schändliches bedeuten müsse, und da bleibt Eckards und Frischens Muthmaßung immer noch die wahrscheinlichste, welche die letzte Hälfte dieses Ausdruckes von einem niedrigen schmutzigen Worte ableiten, welches mit dem Franz. Foutteur, und Lat. Futuator, überein kommt, so daß Hundsfott eigentlich eine Uebersetzung des Griech. und Lat. Cynaedus seyn und einen Sodomiten bedeuten würde, welches in dem salischen Gesetze in Cenitus verderbt worden ist: Si quis alterum Cenitum clamauerit, 600 denar. -- -- mulctetur; woraus zugleich das hohe Alter dieses Schimpfwortes erhellet. Bey den ältern Franzosen war statt dessen Chienfoutre üblich, woraus in den neuern Zeiten Jean foutre gemacht worden ist.

Hunds=Futtergeld, s. unter Pfeil-IconJagd=Cameralwesen.

Hunds=gerecht Klassifizierung: 799.234 Jagd mit HundenDDC-Icon , bey den Jägern, die gehörige Kenntniß von den Hunden und dem Umgange mit ihnen habend.

Hunds=Gift, siehe Pfeil-IconHunds=Kohl.

Hunds=Gras Klassifizierung: 584.9 Poales DDC-Icon , im g. L. Hundegras, Knäuelgras, Dactylis Linn. eine Art des Grases, welches zu den Pflanzen mit 3 Staubfäden und 2 Staubwegen oder haarichten Griffeln gehört. Der Kelch besteht aus zwey zusammen gedrückten, spitzigen Bälglein, deren <26, 469> eines kleiner, das andere größer und nachenförmig ist. Von den zwey spitzigen zusammen gedrückten Spelzen ist die eine ebenfalls nachenförmig, und von dem größern Bälglein umschlossen. Die Spelzen bedecken den Samen, lassen ihn aber fahren, da denn derselbe nacket, auf der einen Seite erhaben, auf der andern vertieft erscheint. Es gibt 3 Arten davon.

1. Das kammgrasartige Hundsgras, mit zerstreuten einseitigen, rauhen und zahlreichen Aehren, Dactylis cynosuroides, spicis sparsis secundis glabris numerosis Linn. Dactylis spicis alternis secundis incisis erectis approximatis, calycibus vnifloris subulatis Gronov. Es wächst in Virginien und Canada, und nun auch in Portugal und England wild. Seine Wurzel ist perennirend; sein Halm rohrartig, und gemeiniglich 2 F. hoch. Seine Blätter, deren gemeiniglich sechs an dem Halme stehen, sind breit, länger als der Halm, ganz glatt, an dem Rande rauh, gekrümmt, und auf der innern Fläche mehr eisengrau. Seine sechs oder mehrere Aehren laufen aus einander, und sind spreuartig. Ihre Blumen liegen, wie Dach=Ziegel, auf einander, und sind auf der hintern Seite rauh. Ihre Kelche schließen nur 1 Blümchen ein, haben eine rauhe Rückenschärfe, endigen sich in eine steife Spitze, sind länger als das Blümchen, und sitzen fest auf. Ihre Staubwege sind rauh und länger.

2. Das sammetgrasartige Hundsgras, mit rundlichen und etwas haarichten Aehren, und einem gestreckten und ästigen Halme, Dactylis lagopoides, spicis subrotundis pubescentibus, culmo prostrato ramoso Linn. Es gehört in Ostindien zu Hause. Seine Halme sind glatt, und treiben an ihren Gelenken mehrere ährentragende Aeste. Seine Blätter sind glatt und kurz, und haben eine gestreifte Scheide ohne Häutchen. Seine Blumenstiele sind etwas filzig. Seine Aehren haben das Ansehen der Blumenknöpfe des <26, 470> Flöhsamens (Plantago Psyllium L.), stehen auf einer Seite, und haben keine Grannen. Seine Blumen=Kelche sind etwas haaricht, und enthalten 8 Blümchen, welche ebenfalls ein wenig haaricht sind.

3. Das rauhe Hundsgras; knäuelförmiges Hundsgras, mit einer einseitigen und büschelweise vertheilten Blüthenrispe; Dactylis glomerata, panicula secunda glomerata Linn. Engl. Orchard-grass. Es wächst in ganz Europa, an gebauten und ungebauten Orten, kommt in jedem Boden fort, und ist öfters in den Gärten ein Unkraut. In gutem Boden wächst es über 1 Elle, und in dichten Schatten oft mannshoch und blühet fast den ganzen Sommer über, am häufigsten vor und um Johannis. Die Aehrchen sind länglich und zusammen gedrückt. Die Bälglein enthalten gemeiniglich 4, bisweilen 3, auch 5 Blumen. An den Blättern dem Halme und der Rispe, hat es viele unsichtbare, nur durch das Gefühl zu entdeckende Stacheln. Die Blätter sind seitwärts gedrehet, mit rauhen Rändern und einer haarfeinen Spitze versehen, haben 6 starke Nerven, unten eine hervor ragende Schärfe, und eine dunkelgrüne Farbe. Die Rispe ist 2 bis 5 Zoll lang, einseitig und büschelweise vertheilt, der Hauptstiel gedrehet, und mit scharfen rauhen Ecken besetzt. Die zwey Bälglein sind ungleichseitig, so daß die obere Hälfte kaum halb so breit ist, als die untere, und also das Aehrchen auf seiner obern Fläche meistentheils unbedeckt bleibt. Sie endigen sich mit einer kurzen rauhen Granne. Die Spelzen sind von gleicher Länge, und endigen sich gleichfalls mit einer kurzen Granne. Der Same ist länglich und in den Spelzen eingeschlossen. Es gibt auch einige Spielarten davon, welche man in den Gärten zieht: eine bunte, deren Spelzen unten eine grünliche, oben aber an der Spitze eine schöne rothe oder rothbraune Farbe haben; und ei<26, 471>ne andere, welche niedriger wächst, und eine ganz kurze und einfache Aehre hat.

Klassifizierung: 636.7 Hunde DDC-Icon Klassifizierung: 636.2 Wiederkäuer und Camelidae; Bovidae; RinderDDC-Icon Klassifizierung: 636.1 Einhufer; PferdeDDC-Icon Klassifizierung: 636.084 FütterungDDC-Icon Dieses Gras gibt ein hartes Futter, daher es von dem Rindviehe nicht gern gefressen wird. Die Pferde nehmen eher damit fürlieb, und manche, die nicht ekel sind, fressen es frisch und getrocknet. Die Hunde suchen dieses Gras begierig auf, wenn sie wetterläunisch sind, und verschlucken die Blätter halb gekäuet, da denn diese, vermittelst ihrer feinen Stacheln, den Magen gelinde reitzen, und ein Erbrechen erregen.

Andern ist das Queckengras, Triticum repens L., um eben dieser Ursache willen, unter dem Nahmen des Hundsgrases bekannt. Siehe in Pfeil-IconQ.

Hunds=Gurke, Eselsgurke, Momordica Elaterium L. s. Th. XI, Pfeil-IconS. 557, fgg.

Hunds=Haar, dessen Gebrauch; s. oben, Pfeil-IconS. 451, u. Pfeil-Icon455.

Hunds=Hafer, s. Th. XIV, Pfeil-IconS. 613.

Hunds=Hode, s. Pfeil-IconZeitlosen.

Hunds=Hödlein Klassifizierung: 584.4 Orchidales (Orchideenartige)DDC-Icon , an einigen Orten, ein Nahme einer Art des Knabenkrautes, Orchis Linn., welches zwey runde längliche Wurzeln in Gestalt zweyer Oliven hat, welche auch zu dessen Benennung Anlaß gegeben haben.

Hunds=Holz, s. Pfeil-IconKreutz=Dorn.

Hunds=Hunger, bey Hunden, s. oben, Pfeil-IconS. 338; bey andern Thieren und bey Menschen, siehe unter Pfeil-IconHunger.

Hunds=Jacke, Hundspanzer, eine Art der Bekleidung der Sau=Hetzhunde; siehe unter Pfeil-IconSchwein. (Wildes)

Hunds=Igel, s. Pfeil-IconIgel.

Hunds=Junge Klassifizierung: 391.04 Kleidung nach BerufsgruppenDDC-Icon Klassifizierung: 331.2592 AusbildungDDC-Icon , im g. L. Hundejunge. 1. Ein Junge oder Knabe, welcher zur Fütterung und Reinigung der Hunde gehalten wird, und bey den Jägern gemeiniglich ein Lehrling der Jägerey ist, welcher 3 <26, 472> Jahr lang stehen muß, bis er den Titel eines Jäger=Burschen, und die Freyheit, ein Hornfessel zu tragen, erhält, indem er als Junge nichts weiter, als seinen Gürtel, tragen darf. Siehe auch Pfeil-IconAufseher, im II Th. Pfeil-IconS. 772.

Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon 2. In den niedrigen Sprecharten auch ein Schimpfwort auf einen nichtswürdigen, verächtlichen Knaben; der Hundsbube.

Hunds=Kamille, Hundsblume, Hundsdill, Hunds=Distel, eine Art der gemeinen Kamille von einem unerträglichen widrigen Geruche, Anthemis Cotula Linn.; siehe unter Pfeil-IconKamille.

Die geruchlose Hundskamille, ist eine im XIX Th. beschriebene Art der Pfeil-IconGoldblume, Chrysanthemum inodorum L.

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