DDC Layer

Vorheriger Abschnitt Laden der vorherigen Artikel

Caracke Klassifizierung: 387 Schifffahrt, Luft-, WeltraumverkehrDDC-Icon Klassifizierung: 623.8 Schiffstechnik und NautikDDC-Icon , Fr. Caraque, Holl. Karak, Kraak, ist ein etwas rundes Schiff, welches unten breit ist, und oben zu, sich etwas schließt, und enger wird. Es ist die größte Art von Schiffen, welche auf dem Meer gehen, und auf 2000 Tonnen Ladung einnehmen können. Es sind darinn bisweilen 7, auch wohl 8 Böden, und haben auf die 2000 Menschen Raum darinnen. Es werden solche sowohl zum Kriege, als auch zur Kaufmannschaft gebrauchet. Absonderlich schickten die Portugiesen ehedem dergleichen Schiffe, mit europäischen Waren beladen, nach Ost= und Westindien, und bekamen auch mit selbigen ihre Retourladungen an asiatischen und amerikanischen Waren zurück; wie denn auch ihre Benennung Caraque eigentlich portugiesischen Ursprungs ist. Sie werden sonst auch Argosies genennet.

Caracol, siehe Pfeil-IconTreppe. (Wendel=)

Caracole Klassifizierung: 798.2 ReitkunstDDC-Icon , heißt, auf der Reitschule, das Herumtummeln eines Pferdes, entweder im Kreis, oder gewöhnlicher nach einer halben Rundung, indem man von einer an<7, 645>dern changirt, und kein gewisses Terrein behält. Daher: Caracols machen, Fr. Caracoler, das Pferd im Kreis herumtummeln; auf dem Pferde allerlei Schwenkungen und Wendungen machen.

Caracoli Klassifizierung: 917.29 Westindien (Antillen) und BermudainselnDDC-Icon Klassifizierung: 669 MetallurgieDDC-Icon , ist eine Gattung Metall, woraus sich die Caraiben auf den Antillen=Inseln eine Art von Putz, in Gestallt eines halben Mondes, machen, den sie ebenfalls Caracoli nennen.

Dieses Metall kömmt aus Terra firma, und soll, nach der gemeinen Meinung, aus Silber, Kupfer und Gold zusammengesetzt seyn. Die Vermischung dieser Metalle ist so vollkommen, daß das dadurch hervorgebrachte eine Farbe hat, die sich niemals verliert oder verändert, es möge gleich im Meere oder in der Erde liegen, so lange es will. Es ist spröde, körnicht und zerbrechlich, und diejenigen, welche es gebrauchen wollen, müssen es mit etwas Gold vermischen, um es weicher und geschmeidiger zu machen. Die französischen und englischen Gold=Arbeiter haben schon vielmal versucht, es nachzumachen. Und zwar haben diejenigen, welche ihm am nächsten gekommen sind, auf 6 Theile Silber, 3 Theile rothes und gereinigtes Kupfer, und 1 Theil Gold gesetzet. Die Kenner aber befinden diese nachgemachte Vermischung, ob sie zwar sehr schön ist, dennoch weit unter der Wilden ihrer.

Der P. Labat, aus dessen Erzählungen dieser Artikel gezogen ist, glaubt, das Caracoli sey ein einfaches Metall. Man macht aus selbigem auf den Inseln Ringe, Heftel, Stockknöpfe, und andere dergleichen kleine Arbeiten.

Caracore Klassifizierung: 623.8 Schiffstechnik und NautikDDC-Icon , eine Art indianischer Galeeren, die insonderheit auf Borneo und den moluckischen Inseln im Gebrauch ist. Sie sind lang, aber sehr schmal; fassen ohngefär 150 Mann, und segeln, mittelst eines ledernen Segels, ungemein schnell.

Carafe, Caraffa, Caraffe; siehe den folgenden Pfeil-IconArtikel.

Caraffine Klassifizierung: 642 Mahlzeiten und TischkulturDDC-Icon , (aus dem Ital. Caraffa, Caraffina, und Franz. Carafe, Caraffe) vulgo Caravine, eine kleine gläserne oder krystallene runde Flasche mit einem langen Halse, Wasser, Essig, Oel oder Wein bei der Mahlzeit darinne vorzusetzen. Man hat dergleichen auch in den Aufsätzen oder Plats de Menage.

<7, 646>

Carafon Klassifizierung: 642 Mahlzeiten und TischkulturDDC-Icon , Caraffon, eine große gläserne Flasche, oder ein Gesfäß von Silber und anderm Metall, welches an vornehmen Tafeln einer jeden speisenden Person vorgesetzt wird, damit sie das ihr präsentirte (vorher in Eiskesseln oder Eiseimern aufbewahrte) Getränk, in heißen Sommertagen, darinnen bis zum Austrinken frisch erhalten kann. Es sind diese Caraffons fast wie große Becher, unten und oben von gleicher Weite.

Caragach Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon , heißt eine Art Baumwolle, die aus Smyrna über Marseille kömmt. Sonst nennet man auch zu Smyrna das schönste baumwollene Garn, welches daselbst gemacht, oder von Josselassar und aus den umliegenden Gegenden dahin gebracht wird, Caragach=Garn, oder Gespinnst von Caragach, Fr. Filet Caragach, oder Filets de Caragach; wiewohl man auch unter dieser Benennung sowohl zu Smyrna, als zu Marseille, gar öfters überhaupt das beste baumwollene Garn versteht, welches man aus der Levante bekömmt.

Caragana Siberica, siehe unter Pfeil-IconAcacia americana.

Caragi Klassifizierung: 915.6 Naher Osten (Mittlerer Osten)DDC-Icon Klassifizierung: 382.7 ZollpolitikDDC-Icon , nennet man in den Staaten des türkischen Kaisers die Ein= und Ausgängszölle, welche für die Waren bezahlet werden.

Eben diesen Namen führet auch ein türkischer Zollbedienter. Ihr Vorgesetzter heißt Caragi=Bachi.

Caragne, siehe Pfeil-IconCaranna=Gummi.

Caramel Klassifizierung: 641.853 SüßwarenDDC-Icon Klassifizierung: 664.1 Zucker, Sirup, daraus entstandene ProdukteDDC-Icon , Caramelle, nennen die Franzosen den recht stark und braun gesottenen Zucker, womit sie unterschiedene Früchte, als: Mandeln, Aprikosen, Pfirsichen, Birnen, Erdbeeren, Kirschen, Haselnüsse, Pistacien etc. candiren oder überziehen. Man gebraucht ihn auch in Täfelein für die Brust, zur Beförderung des Auswurfs, wie andern gebrannten Zucker. Beim Sieden kömmt ein wenig Citronensaft hinein, um ihn klar zu machen.

Klassifizierung: 641.7 Einzelne Abläufe beim Kochen und Arten der ZubereitungDDC-Icon Die französischen Köche verstehen unter Caramel, den aus Rindfleisch, Kalbfleisch u. d. gl. gezogenen Saft, wenn selbiger durch Einkochen dergestallt re<7, 647>ducirt ist, daß er ganz braun, und wie ein gelinder Leim aussieht.

Caranna=Gummi Klassifizierung: 668.372 Naturkautschuk und NaturharzDDC-Icon Klassifizierung: 583.77 Rutales (Rautenartige)DDC-Icon , L. Gummi Carannae, Fr. Caragne, ist ein harziges, graues oder gelbschwarzes, wohlriechendes Gummi, welches aus einem Baum in der Gegend von Carthagena, in Neuspanien, fließt, und in Schilf=Blätter gewickelt, in Massen nach Europa gebracht wird. Der Baum wird von den Einwohnern Quahitl, und von den Spaniern Caranna genannt. Sein Stamm ist gelblich; das Holz leicht und wohlriechend; die Blätter sind sternförmig und öligt. Frisch ist dieses Gummi hart und zähe, und läßt sich dehnen; alt aber hart und brüchig. Je weißer es ist, desto besser ist es, absonderlich wenn es weich wie Pflaster und doch nicht kleberig ist.

Klassifizierung: 615 Pharmakologie und TherapeutikDDC-Icon An Kräften und Wirkung wird es dem Tacamahaca gleich gehalten. Die Amerikaner bereiten daraus einen mächtigen Balsam, wie sie vorgeben, zu Heilung der Wunden und der goldenen Ader. Die Holländer und alle Nordländer bedienen sich dieses Gummi vor allen andern Hülfsmitteln, da sie es auf schwarzen Taffet, in Gestallt eines Pflasters, vermittelst eines warmen Eisens aufstreichen, um es in allen Augen= und Zahnflüssen, vornehmlich auf die Schläfe zu legen.

Carantes, siehe Pfeil-IconCaryatiden.

Caraque, siehe Pfeil-IconCaracke.

Carara Klassifizierung: 389 Metrologie und NormungDDC-Icon , heißt ein italiänisches Gewicht, welches insonderheit zu Livorno gebräuchlich ist, Seefische und Wolle damit abzuwägen.

Vieleicht ist es eben das Gewicht, welches unter dem Art. Pfeil-IconCantaro beschrieben worden.

Carassius, siehe Pfeil-IconKarausche.

Carat, ein Gewicht; siehe Pfeil-IconKarat.

Caravane, siehe Pfeil-IconKaravane.

Caravansera, siehe Pfeil-IconKaravansera.

Caravelle Klassifizierung: 623.8 Schiffstechnik und NautikDDC-Icon , Fr. Caravelle, Ital. Caravella, Span. Caravala, Engl. Carawell, eine Art noch am meisten in Por<7, 648>tugal üblicher Schiffe, mit einem viereckigen Hinter=Theile und kurzen Bauchstücken. Sie sind rund wie die Flüten, führen 3 bis 4 dreyeckige Segel, haben keinen Mastkorb, an dessen Statt aber Kreutzhölzer, welche oben durch den Mast gehen, und halten gemeiniglich 120 bis 140 Tonnen, werden aber unter allen Schiffen für die besten Segler gehalten.

In Frankreich führt eine Art kleiner Schiffe von 25 bis 30 Tonnen, welche an den Küsten auf den Untiefen auf den Häringsfang ausgehen, gleichfalls den Nahmen der Caravellen. Diejenigen, welche zu eben diesem Fisch=Fange im Canale gebrauchet werden, heißen insbesondere Trinquarts, und sind von 12 bis 15 Tonnen.

Von den in Frankreich gebräuchlichen Caravellen, s. den XI Th. des übers. Schaupl. der Künste und Handwerke, Lpz. und Königsb. 1772, gr. 4. S. 268.

Caravine, siehe Pfeil-IconCaraffine.

Carbasa siehe Pfeil-IconSegel=Tuch.

Carbatsche, siehe in K.

Carbequi Klassifizierung: 332.4 GeldDDC-Icon , oder der kupferne Asper, Fr. Aspre de cuivre, ist eine Münze, welche in Georgien, besonders in Teflis, als der Hauptstadt daselbst, gäng und gebe ist. 40 Carbequis machen 1 Abagi, und 10 Carbequis 1 Chaouri aus.

Carbets, die Hütten der Caraiben in Amerika; siehe unter Pfeil-IconCabane.

Carbon, siehe Pfeil-IconCarbunkel Pfeil-IconKohle.

Carbonade Klassifizierung: 641.7 Einzelne Abläufe beim Kochen und Arten der ZubereitungDDC-Icon , Carbonnade, Carvenat, (insgemein Carminade) ein Rostbraten, auf dem Roste saftig gebratenes Fleisch.

Die auf dem Roste (oder auch nur in der Pfanne) gebratenen Rippstückchen von Kalb= oder Schwein=Fleisch, welche bey den Deutschen ebenfalls Carbonnade heissen, nennet der Franzos lieber Côtelettes (nähmlich à la Carbonnade).

<7, 649>

Carbunkel Klassifizierung: 549 MineralogieDDC-Icon , Carfunkel, Fr. Carboucle, Esearboucle, ein Nahme des scharlachrothen, oder hochrothen Rubines, aus dem Lat. Carbunculus, welchen Nahmen er wegen seiner brennenden hochrothen Farbe erhalten hat, daher er im mittlern Lateine auch nur Carbo heißt. Siehe Pfeil-IconRubin.

nächster Abschnitt Laden der nächsten Artikel