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Schwarte Klassifizierung: 914.352 BremenDDC-Icon Klassifizierung: 674.2 SägewerksarbeitenDDC-Icon Klassifizierung: 622 Bergbau und verwandte TätigkeitenDDC-Icon Klassifizierung: 669 MetallurgieDDC-Icon Klassifizierung: 664.9 Fleisch und zugeordnete LebensmittelDDC-Icon Klassifizierung: 799.2 JagdDDC-Icon Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon , ein Wort, welches eigentlich eine harte dicke Decke bedeutet, aber nur noch in einigen einzelnen damit verwandten Fällen üblich ist. 1. Die Haut, welche sich an gekochten Speisen in den Geschirren ansetzt, wird im gemeinen Leben die Schwarte genannt, in andern Gegenden die Scharre, weil sie abgescharrt wird, sonst auch nur die Haut. 2. Die dicke harte Haut an Menschen und Thieren wird Schwarte genannt, und so auch bei den Jägern die abgezogene Haut eines <150, 331> Dachses und bei einigen auch die eines wilden Schweines. Besonders bekannt ist unter diesem Namen die dicke harte Haut auf geräucherten Schinken und Speckseiten; daher die Speckschwarte, Schweinsschwarte. Im verächtlichen Verstande pflegt man auch die Haut am Menschen zuweilen die Schwarte zu nennen; das Zähn und Schwarte knackte, Opitz, daher dieses Wort im gemeinen Leben, so wie Haut und Fell, zuweilen auch von der Person selbst gebraucht wird, eine arme Schwarte, eine gute Schwarte, ein armer, guter Mensch, eine arme, gute Haut, welche Ausdrücke irgend Jemand von den Schwardonen, einer ehemaligen Wendischen Nation, herleiten wollte. In einigen Gegenden wird auch der Rasen im gemeinen Leben die Schwarte oder grüne Schwarte genannt. -- Im Hüttenwerke, beim Abtreiben auf dem Herde eine Rinde, so auf dem Werke wird, wenn es nicht Hitze genug, oder das Werk viele Unreinigkeit bei sich hat. -- Mit Schwarten verblenden, heißt im Bergwerke, etwas mit angeschlagenen Schwarten verdecken und verbauen, daß man nicht sehen kann; welches öfters aus Bosheit oder List geschieht, um die Gänge, welche überfahren werden, und schon älter gemuthet, nicht kund werden zu lassen, oder edle Anbrüche zu verheimlichen. -- Mit Schwarten einschießen, mit Schwarten hinter den Thürstöcken oder über den Kappen wegfahren oder verbauen, welches bei rolligem Gebürge auf Stellen und Strecken nöthig ist, damit die rolligen Berge nicht herein gehen. -- In den Schneidemühlen ist eine Schwarte das erste und letzte Brett, welches bei dem Brettschneiden aus einem Sägeblocke geschnitten wird, daran noch die Schale des Baumes steht oder gestanden hat. Wenn ein solches Stück nicht nach der ganzen Länge <150, 332> des Sägeblocks durchgeht, sondern seitwärts, so heißt es noch insbesondere eine Kappe. Die Bretter heißen gewöhnlich Schwarten, Schwartenbretter. -- Bei den Schiffern, der unterste Grund zur rechten Seite der Weser, wo sich dieselbe in die Nordsee ergießt. -- Beim Schlächter ist die Schwarte der Schwartenmagen, der Magen, Saumagen, Sausack, ein mit würflicht geschnittenem Speck und Schwarte, geriebener Semmel, Zwieback, gutem Gewürz und Schweinsblut gefüllter Schweinemagen, welcher hernach in den Rauch gehangen und verspeiset wird.

Schwartenbrett, s. den vorhergehenden Pfeil-IconArtikel.

Schwartenmagen, s. Pfeil-Icondaselbst.

Schwartenwurst Klassifizierung: 664.9 Fleisch und zugeordnete LebensmittelDDC-Icon , eine Wurst, welche mit denselben so eben oben unter Schwarte angeführten Ingredienzen gefüllt worden.

Schwartig Klassifizierung: 675 Leder und PelzverarbeitungDDC-Icon Klassifizierung: 664.9 Fleisch und zugeordnete LebensmittelDDC-Icon , Bei= und Nebenwort, dicke harte Haut enthaltend, daher hartschwartiger Speck, der eine harte Schwarte hat. Bei den Weißgärbern wird ein Fell schwartig genannt, wenn es hart, und einer Schwarte ähnlich ist, welches bei ihnen auch hornig genannt wird.

Schwartbogen, eine Art Seemöven, s. Pfeil-IconSeemöve.

Schwarz Klassifizierung: 305.896 Afrikaner und Menschen afrikanischer AbstammungDDC-Icon Klassifizierung: 667 Reinigungs-, Färbe-, Beschichtungstechniken, verwandte TechnologienDDC-Icon Klassifizierung: 355 MilitärwissenschaftDDC-Icon Klassifizierung: 943 Mitteleuropa; DeutschlandDDC-Icon Klassifizierung: 263 Heilige Tage, Zeiten und OrteDDC-Icon Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon Klassifizierung: 398.9 SprichwörterDDC-Icon , Bei= und Nebenwort, ein Name der dunkelsten Farbe, welche in der Ermanglung alles Lichtes besteht, und der weißen entgegengesetzt ist. Ein schwarzes Kleid, die schwarze Farbe, Schwarzgekleidet gehen; schwarze Tinte, das schwarze Brett, auf Universitäten und Gymnasien eine schwarz angestrichene Tafel, woran die akademischen Bekanntmachungen geschehen. Die schwarze Tafel, in manchen Schulen, Wirthshäusern etc. eine schwarz angestrichene Tafel, woran man die Namen derjenigen schreibt, welche sich nicht <150, 333> gut verhalten; auch woran die Schüler rechnen, oder worauf der Lehrer die Figuren in der Mathematik zeichnet. Jemanden in das schwarze Register schreiben, in das Verzeichniß solcher übel berüchtigter Glieder der Gesellschaft; daher die figürlichen Ausdrücke: Jemanden bei einem ändern schwarz machen, ihn anschwärzen, ihn verläumden; im mittleren Latein denigrare. Bei Jemanden schwarz seyn, von ihm für ein lasterhaftes oder schädliches Glied der Gesellschaft gehalten werden. In Oberdeutschland sagt man, Jemanden bei einem andern schwarz anschreiben, daher diese und die vorige Redensart auch das Anschreiben eines übel Berüchtigten mit einem schwarzen Farbenkörper voraussetzen können. Schwarz auf weiß haben, im gemeinen Leben, etwas schriftlich haben, wo schwarz die Tinte, weiß das Papier bezeichnet. Sprichwörtlich, in der Nacht sind alle Katzen oder Kühe schwarz. -- Schwarze Noten, welche einen gefüllten Kopf haben, im Gegensatz der weißen. -- Der schwarze Sonntag, der Sonntag Judica, weil ehemals die Altäre und Kirchen an demselben schwarz behängt wurden. -- Das schwarze Corps, in dem Befreiungs=Kriege in den Jahren 1813--1815 ein Frei=Corps, Partheigänger=Corps, unter dem Befehle von Lützow und Petersdorf, welches aus Reiterei und Fußvolk bestand, und ganz schwarz gekleidet oder uniformirt war. -- Das schwarze Buch, ein Buch, in welchem allerhand geheime Geschichtchen aufgedeckt werden, besonders Staats= und Liebesintriguen. Das Hauptwort davon lautet bald das Schwarz, bald das Schwarze, bald auch die Schwärze. Das Erste wird für schwarze Farbe gebraucht, es bezeichne nun einen Farbenkörper oder eine Eigenschaft. Ein schönes Schwarz, und die Benennungen besonderer schwarzer Farben, als Eisen=, Frankfurter=, Kohlen=, <150, 334> Bein=, Ruß=, Weinreben=, Sammet=etc. Schwarz. Das Hauptwort das Schwarze bezeichnet aber in vielen Fällen ein schwarzes Ding, zuweilen auch die Eigenschaft. Das Schwarze in der Scheibe. Das Schwarze im Auge, der Augapfel, zum Unterschiede von dem Weißen. Ein Maler fällt in das Schwarze, wenn er seine Schatten übertreibt. Ein Schwarzer, ein Neger, ein Einwohner auf der südlichen Hälfte von Afrika, wegen der schwarzen Gesichtsfarbe.

Schwarz ist eigentlich die dunkelste unter allen Farben, und eine von den fünf Hauptfarben, welcher sich die Maler, Buch=, Kupfer=, Leinwand=, Kattun= und Seidendrucker, die Kupferstecher, Hutmacher, Färber etc. bedienen. Die Maler, sowohl die Oel=, als Miniatur=Gouache=etc. Maler, bereiten ihr Schwarz aus verschiedenen Materien, oder vielmehr mischen sie es daraus. Man kennt in der Malerei kein ganz Schwarzes, auch kein ganz Weißes, sondern nur ein Helldunkel, welches beides, Licht und Schatten, zuläßt oder aus Licht und Schatten gemischt ist. Das Körperschwarz ist sehr irdig und schwer, besonders wenn es mit andern Farben gebrochen wird; hierzu rechnet man das Frankfurterschwarz, so wie das Schwarz, welches aus festen Körpern gebrannt wird, wie das Knochenschwarz etc. Das gemeinste Schwarz ist das Rußschwarz oder der Kienruß, wovon im Art. Pfeil-IconRuß gehandelt worden. Dieses Schwarz trocknet gar nicht, oder doch wenigstens sehr schwer, wenn es ohne Zubereitung gebraucht wird. Es trocknet besser und macht ein angenehmeres und sanfteres Schwarz, wenn man dasselbe in einem Tiegel hat glühend werden lassen, um demselben die Fettigkeit zu benehmen, und es hernach gleich andern Farben auf einem Reibsteine reibt. Auf diese Weise bereitet, wird es weniger braun, noch theilt es den andern Farben dieses braunliche Wesen mit. -- Das <150, 335> Pfirsischkernschwarz wird aus gebrannten Pfirsichkernen gemacht. Es ist ein ins Bräunliche fallende Schwarz. Das Schwarz, welches aus gebrannter Korkrinde gemacht wird, und von Hrn. Lorrein, Maler der Königl. Akademie in Paris, erfunden worden, ist sehr leicht, und hat einen bläulichen Ton, welcher fast die Wirkung der Ultramarinasche macht, s. unter Pfeil-IconKork, Th. 44, Pfeil-IconS. 572. Es wird auch Spanisches Schwarz genannt. Das feinste Schwarz, welches die Maler zur Miniatur= und Gouache=Malerei gebrauchen, ist das präparirte Beinschwarz, Weinrebenschwarz, Weinhefenschwarz, Ital. Fescia di botta, und das Elfenbeinschwarz, welches aus dem Abgange der Elephanten= und Wallroßzähne gebrannt wird, s. unter Pfeil-IconElfenbein, Th. 10, Pfeil-IconS. 741. Das Bein= oder Knochenschwarz, s. Th. 41, Pfeil-IconS. 552. Zur Fresko=Malerei gebraucht man, außer dem Bein= und Frankfurter=Schwarz, auch das Kohlschwarz, s. unter Pfeil-IconKohle, Th. 43. Das Deutsche Schwarz, Frankfurter Schwarz, Fr. Noir d' Allemagne, de Francfort, ist eine natürliche Erde, welche ein bläuliches Schwarz giebt, s. auch Th. 56, Pfeil-IconS. 230; dessen Gebrauch zur Fresko=Malerei, s. Th. 15, Pfeil-IconS. 12. -- Die Glasmaler machen ihr Schwarz aus Eisenschlacken, welche zwei bis drei Stunden mit einem Drittheile Rokaille auf einer Kupferplatte gerieben werden, und damit es im Feuer nicht roth werde, mischen sie ein wenig gebranntes Kupfer mit Eisenflinkern darunter; s. auch Pfeil-IconEmailleschwarz und Pfeil-IconBuchdruckerschwarz. Das Miniatur= und Aquarellschwarz ist, außer den oben angeführten schwarzen Farben, gewöhnlich Chinesischer Tusch, welchen man auch zur Gouache=Malerei gebrauchen kann, obgleich es von wenigen Malern geschieht, weil er immer zu viel Gummi bei sich hat, und schwarzer Kar<150, 336>min. Zur Oelmalerei gebraucht man Frankfurter= und Beinschwarz.

Schwarz auf Holz oder schwarze Holzfarben. Das Holz wird zuerst mit einer Deckart von Kampecheholz mehrere Male überstrichen; dann werden 4 Unzen gepulverte Galläpfel in zwei Kannen Wasser geweicht, diese Mischung drei bis vier Tage lang an die Sonne gesetzt oder in gelinde Wärme. Mit diesem Absude bestreiche man das Holz drei= bis viermal, und bevor es getrocknet, gebe man ihm noch einen Anstrich von zwei Unzen Vitriol, die in einer Kanne Wasser aufgelöset worden. -- Eine zweite Vorschrift. Man gebe zuerst einige Anstriche mit einer Kupferauflösung in Scheidewasser; dann einige mit einer Infusion von Kampecheholz, bis die Farbe recht dunkel wird, und den grünen Strich der Kupfersolution verliert. -- Dritte Vorschrift. Das Holz wird zuerst in lauwarmes Wasser gelegt, worin man etwas Alaun aufgelöset hat. Dann thue man etwas fein geraspeltes Kampecheholz in eine Kanne Wasser und koche es bis zur Hälfte ein; setze etwas Indigo dazu, so wird die Farbe noch schöner. Mit dieser Mischung giebt man dem präparirenden Holze einen warmen Anstrich mit dem Pinsel, so erhält er eine violette Farbe. Wenn er trocken geworden, erhält er einen zweiten, und dann einen dritten. Hierauf koche man Grünspan in starkem Weinessig ab, und bestreiche das Holz einmal damit. Sobald er trocken geworden, reibe man es zuerst mit einer Bürste, und dann mit Oel oder Leder ab. Dieses Schwarz ist sehr schön und dem Ebenholze oder der Ebenholzfarbe ähnlich. -- Eine vierte Vorschrift. Man nehme Kiehnruß, grüne Nußschalen, Galläpfel und Vitriol oder schwefelsaures Eisen, gieße nach Verhältniß Wasser darüber, und lasse es bis zur Hälfte einkochen.

Glanzschwarz auf Holz. Man zerreibe Lam<150, 337>penschwarz mit Gummiwasser, bestreiche damit das Holz, und polire es mit einem Wolfszahn. Oder man lasse altes Eisen oder Nägel in guter Dinte rosten, bestreiche einige Tage nachher damit das Holz, und wenn die Farbe recht eingedrungen ist, polire man es mit einem Wolfszahn.

Schwarze Ebenholzfarbe. Wenn das Holz recht glatt gehobelt ist, so reibe man es zuerst mit Bimsstein und dann mit Schachtelhalm und Alaunwasser ab; dann noch einmal mit letzterem Wasser rein abgewaschen und im Schatten getrocknet. Hierauf müssen 4 Unzen Galläpfel in einem Maaße Wasser eingeweicht werden; man gießt dann eine gleiche Menge guten Weinessig in ein anderes glasurtes Gefäß und läßt 3 Unzen kalcinirten Vitriol oder schwefelsaures Eisen, und eine Handvoll Stahlfeile darin vierundzwanzig Stunden lang weichen. Der Vitriol wird kalcinirt, indem man ihn pulvert, auf eine beinahe glühende Schaufel legt, und so lange darauf läßt, bis er sich nicht mehr auflöset, noch raucht. Vor dem Rauche muß man sich aber hüten, indem er höchst nachtheilig ist. Wenn nun das Holz und die obigen Ingredienzen vorbereitet worden, so nimmt man zuerst den Schaum, der auf dem Weinessig schwimmt, ab, und bestreicht das Holz einmal damit. Wenn es trocken geworden, giebt man einen zweiten Anstrich mit dem Galläpfelwasser, welches man drei= bis viermal wiederholt. Hierauf rührt man etwas Rußschwarz mit reinem Branntwein an, und giebt damit ein bis zwei Anstriche. Wenn es trocken geworden, wird etwas Tripel mit Wasser zerrieben, Leinwand hineingetaucht, und das Holz drei= bis viermal damit abgerieben. Wenn es dann wieder trocken geworden, wird es mit einem groben schwarzen Lappen abgerieben, bis der Glanz zum Vorschein kommt. Ein Mehreres über diese Farbe, s. unter Pfeil-IconEbenholz, Th. 10, Pfeil-IconS. 17, u. f.

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Das Schwarzfärben der Knochen. Man lege sie zuerst vierundzwanzig Stunden lang in starken Weinessig, setze dann pulverisirte Galläpfel dazu, ferner grüne Nußschalen oder Granaten, so auch Auripigment und schwefelsaures Eisen oder Vitriol. Man koche Alles zusammen, bis die Knochen sich färben; dann thue man noch gleiche Theile Schwefel, Salpeter und lebendigen Kalk dazu. Die Infusion des sogenannten Blätterschwamms mit Wasser, wird, wenn man sie mit einer Vitriolauflösung vermischt, sehr schwarz und dient gleichfalls zum Färben der Knochen. -- Um Elfenbein schwarz zu färben, nimmt man vier Unzen pulverisirte Galläpfel und eben so viele grüne Nußschalen mit einer Kanne starken Weinessig, und läßt es bis zur Verminderung der Hälfte einkochen. Das Elfenbein muß vorher einige Zeit in Alaunwasser geweicht werden, hierauf wird es herausgenommen und in obiger Mischung gekocht. -- Zweite Vorschrift. Man läßt das Elfenbein in Scheidewasser, worin Silber aufgelöset worden, liegen, und setzt etwas Scabiosen= oder Rosenwasser dazu, bestreicht das Elfenbein mit dieser Mischung, und läßt es in der Sonne trocknen. Ein Mehreres über das Schwarzfärben der Knochen und des Elfenbeins, s. unter Pfeil-IconKnochen, Th. 41, Pfeil-IconS. 547.

Um Horn und Fischbein schwarz zu färben reibe man dasselbe zuerst mit Kampecheholz, dann mit schwefelsaures Eisen, und zuletzt mit Grünspan ab.

Vom Schwarzfärben des Gypses, s. unter Pfeil-IconGyps, Th. 20, Pfeil-IconS. 449; der Hüte, s. unter Pfeil-IconHut, Th. 27, Pfeil-IconS. 128, u. f.; des Leders, s. unter Pfeil-IconLeder, Th. 68, Pfeil-IconS. 222, Pfeil-IconS. 646. u. f., und unter Pfeil-IconEisenschwärze, Th. 10, Pfeil-IconS. 691; schwarze Glasur zu irdenem Geschirr und Töpferwaaren, s. unter Pfeil-IconGlasur, Th. 18, Pfeil-IconS. 780. Schwarz auf Porzellan, s. <150, 339> unter Pfeil-IconPorzellan, Th. 115, Pfeil-IconS. 116 u. f.; auf Emaille, s. unter Pfeil-IconEmaille, Th. 10, Pfeil-IconS. 778. Vom Schwarzfärben der Federn, s. Th. 12, Pfeil-IconS. 389; des leinenen und flächsenen Garnes, s. unter Pfeil-IconGarn, und Pfeil-IconZwirn in Z.; der baumwollenen Zeuge; s. unter Baumwolle, im Supplement; Schwarz zum Kattundrucken, s. Th. 36, Pfeil-IconS. 62; zum Kattunmalen, s. daselbst, Pfeil-IconS. 110 u. f.; zum Manchesterfärben, s. unter Pfeil-IconManchester, Th. 83, Pfeil-IconS. 531; zum Schwarzfärben der Seide, s. unter Pfeil-IconSeide; der Wolle, s. unter Pfeil-IconWolle, in W; des Tuches, s. unter Pfeil-IconTuch, in T.; vom Schwarzfärben der Pferdehaare, s. unter diesem Pfeil-IconArtikel, Th. 111, Pfeil-IconS. 26; Schwarze Farbe zum Silhouettiren, s. diesen Pfeil-IconArtikel.

2. In weiterer Bedeutung wird Schwarz, sowohl für dunkel, vieles Lichtes beraubt, als auch mit Schwarz gemischt gebraucht, wo man viele Dinge schwarz nennt, bei welchen die schwarze Farbe hervorsticht. Schwarze Augen, dunkelblaue oder dunkelbraune, schwarze Kirschen, dunkelrothe. Bei den Eisenarbeitern heißt ein Eisen schwarz, wenn es unverzinnt ist. Schwarzes Kupfer oder Schwarzkupfer, im Hüttenbaue, ungereinigtes; s. Schwarzkupfer, unter Pfeil-IconKupfer. In einem andern Verstande war ehemals schwarze Münze, welche mit vielem Kupfer vermischt war, im Gegensatz der weißen, welche aus reinem Silber bestand; und in Bayern werden die Grundzinsen und gerichtlichen Strafen noch in schwarzer Münze entrichtet. Schwarzes Mehl, grobes, welches aus dem sechsten und letzten Gange kommt, zum Unterschiede von dem weißen. Schwarzes Brod, welches aus diesem Mehle gebacken wird. In weiterer Bedeutung ist schwarzes Brod, Rockenbrod, zum Unterschiede von dem weißen, der Semmel; s. Schwarzbäcker unter Pfeil-IconBäk<150, 340>ker. Schwarzes Geblüt, schwärzlich rothes. Schwarzes Wildprett oder Schwarzwild, bei den Jägern, ein Name der wilden Schweine, wozu Einige noch die Bären und Dachse rechnen, wegen der schwärzlich=braunen Farbe, zum Unterschiede von dem rothen Wildbrett. Schwarzes Holz, im Forstwesen, s. Pfeil-IconSchwarzholz. Im Forstwesen sagt man auch eine Blöße oder Lichtung werde schwarz, wenn sie wieder mit Holz bewachsen, folglich dunkel ist. Schwarz bedeutet auch oft von der Sonne verbrannt, schwärzlich gelb, schwärzlich braun. Im Gesichte schwarz seyn. Im andern Verstande ist schwarz soviel, als beschmutzt, besonders von der Wäsche, im Gegensatz des weiß. Schwarze Wäsche, ein schwarzes Hemde. Die schwarze Kunst, eine Art des Kupferstechens, s. unter Pfeil-IconKupferstechen. Man gebraucht das Wort schwarz auch für finster, dunkel, vieles Lichtes, des Lichtes größtentheils beraubt. Der Himmel wird schwarz, mit dunklen Wolken überzogen. Ein schwarzes Gewitter. Die Blitze schlängeln sich durch schwarzes Gewölk. Eine schwarze Nacht, eine schwarze Höhle. Figürlich. (1) Die schwarze Kunst, eine Zauberey. In engerer Bedeutung ist es diejenige Art der Zauberei, da übernatürliche Wirkungen durch Hülfe der bösen Geister hervorgebracht werden, zum Unterschiede von der weißen Magie oder Theurgie, wenn zur Mitwirkung gute Geister gebraucht werden. Man hat schon die Bemerkung gemacht, daß man aus dem Griechischen Νεκρομαντεια, welches die Kunst die Todten durch Hülfe böser Geister wieder darzustellen, bedeutete, im mittleren Lateine aus Unwissenheit Nigromantia gemacht, als wenn die erste Hälfte von niger abstammte. Hiervon ist das Deutsche eine buchstäbliche Uebersetzung. Nach Königshoven sind magische Bücher, schwarze Bücher; s. den Artikel Pfeil-IconNecromantie, Th. 102, Pfeil-IconS. 35 u. f. -- (2) Im höch<150, 341>sten Grade traurig, unglücklich, in der höheren Schreibart. Ach, Du weißt noch den schwarzen Tag, der die Blüthen unserer Hoffnung zu Grunde richtete? Weiße. Ein finsterer Tag, so schwarz, wie Dein Geschick. Weiße. (3) Im hohen Grade lasterhaft, boshaft, abscheulich; gleichfalls in der höheren Schreibart. Warumerblickteich Deineschwarze Seele nicht einige Monat eher in ihrer ganzen Abscheulichkeit? Sein Gewissen stellt ihm auf einmal die schwärzesten Frevel dar. Eine schwarze That, eine verruchte, eine abscheuliche.

Er heulte, lästerte, und hauchte in tausend Flüchen

Sein schwarzes Leben aus, Weiße.

Schwarz (Bein=), s. Pfeil-IconSchwarz (Knochen=).

Schwarz (Deutsches), s. Pfeil-IconSchwarz (Frankfurter).

Schwarz (Drucker=), Kupferdruckerschwarz. Hier ist ein Unterschied unter bloßer Druckerschwärze und unter Kupfecdruckerschwarz. Ersteres wird gewöhnlich aus Ruß mit gekochtem Leinöl bereitet, s. unter Pfeil-IconDruckerfarbe, Th. 9, Pfeil-IconS. 647, Letzteres aus Frankfurter Schwarz, s. unter Pfeil-IconKupferdruckerey, Th. 56, Pfeil-IconS. 230.

Schwarz (Elfenbein=), s. unter Pfeil-IconElfenbein, Th. 10, Pfeil-IconS. 741.

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