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Verschollen Klassifizierung: 346.018 Vormund und MündelDDC-Icon , eine Participalform des Zeitwortes verschallen (verklingen), das nur äußerst selten in den übrigen Zeitformen, und dann auch nur noch bei Dichtern in Gebrauch ist. Verschollen ist daher so viel wie verklungen, und Einer, der verschollen ist, Jemand, von dem man nichts mehr hört, der nichts mehr von sich hören läßt, von dessen Leben und Dasein kein Zeichen, weder ein sichtbares, noch hörbares vorhan<215, 589>den ist. Es verreist z. B. Jemand, und nach längerer Zeit weiß Niemand, wohin er gekommen ist. Er hat jede Verbindung, Correspondenz aufgegeben, und keine Nachricht kommt bis zu den Ohren seiner Angehörigen und Landsleute. Man sagt alsdann von ihm: der Mensch ist verschollen. Eben ein solcher Fall kann eintreten, wenn Jemand in einen Krieg mit einer auswärtigen Macht ziehen muß. Er wird verwundet und stirbt unter fremden Leuten, oder er kommt in Gefangenschaft und wird weit fortgeführt, so daß jede Verbindung mit den Seinigen unterbrochen wird. Er ist alsdann für diese verschollen. Diese Verschollenheit hat natürlich auch civilrechtliche Folgen. Es kann Jemand, der verschollen ist, durch einen richterlichen Akt für todt erklärt werden, in welchem Falle alsdann in Beziehung auf Rechte, Erbschaften etc. ein eigenes Verfahren eintritt. Dies hängt mit den gesetzlichen Bestimmungen über Abwesende zusammen. Wenn Jemand durch eine Reise oder sonst genöthigt ist, seine Heimath zu verlassen, und er hat einen Bevollmächtigten hinterlassen, dieser aber erhält binnen Jahr und Tag keine Nachricht von demselben, so muß er dies nach sächsischem Rechte dem Richter anzeigen, und den nächsten Anverwandten von der ihm übertragenen Vermögensverwaltung jährliche Rechnung ablegen. Nach der Vormundschaftlichen Ordnung Kap. XXV. §. 5 sollen bei der Ernennung zu Vormündern näher verwandte mündige Weibspersonen entfernteren Männern vorgezogen werden. Von den Besitzern des Vermögens hat der Vormund eine Specification zu fordern. Stirbt der Vormund, so ist die Vormundschaft dem nächsten Intestaterben des Abwesenden aufzutragen. Kommt der Abwesende wieder, stirbt er, oder wird er in Folge erlassener Edictalien für todt erklärt, so hört die Vormundschaft auf. Nach preu<215, 590>ßischem Landrechte, Th. II. Tit. 18, geschieht die Bevormundung in der Regel erst, wenn ein Jahr ohne Nachricht vom Abwesenden verflossen ist; bei Fällen von Wichtigkeit auch früher. Die Verwandten können aber, wenn ein Bevollmächtigter da ist, erst nach dreijährigem Mangel an Nachricht auf Bestellung eines Abwesenheits=Vormundes antragen. -- Auch nach österreichischem Rechte (Allgem. bürgerl. Gesetzbuch §. 276) wird dem Abwesenden, der keinen Bevollmächtigten hinterlassen hat, ein Curator bestellt, der, wenn er den Aufenthalt des Abwesenden weiß, ihn von der Lage seiner Angelegenheiten unterrichten und diese, wenn keine andere Verfügung getroffen wird, wie die Angelegenheiten eines Minderjährigen besorgen muß. Eben so ist im Code civil liv. I. tit. IV. ch. 1 bestimmt, daß bei eintretender Vermuthung der Abwesenheit und in Ermangelung eines hinterlassenen Bevollmächtigten, sobald die Nothwendigkeit, für das Vermögen des Abwesenden oder einen Theil desselben Sorge zu tragen, sich ergebe, auf Antrag der Interessenten vom Gerichte erster Instanz einem Notar Auftrag zur Vertretung des Abwesenden ertheilt werden solle. Ist vier Jahre lang keine Nachricht von dem Abwesenden eingegangen, und solches gehörig durch Zeugen bescheinigt, so kann ein Jahr nach Eröffnung des Urtheils, worin auf Zeugenverhör erkannt wurde, die Abwesenheitserklärung erfolgen. Diese berechtigt die muthmaßlichen Erben, gegen Cautionsleistung auf vorläufige Einsetzung in den Besitz des Vermögens anzutragen. Ist die Einsetzung geschehen, so können die Interessenten auch Eröffnung des Testaments und die Legatare vorläufigen Besitz ihrer Legate, jedoch ebenfalls nur gegen Caution, verlangen. Der provisorische Besitzer ist nur Güterverwalter und dem Rückkehrenden zur Rechnungsablegung verpflichtet, weshalb er ein gerichtli<215, 591>ches Inventarium der Mobilien aufsetzen lassen muß. Grundstücke können vom provisorischen Besitzer weder veräußert, noch mit Hypotheken beschwert werden. -- Abwesende, deren Leben und Aufenthalt unbekannt ist, können in Sachsen für todt erklärt werden, wenn binnen 20 Jahren keine Nachricht von ihrem Leben und Aufenthalte eingegangen ist, oder wenn sie unterdessen das 70ste Jahr ihres Alters erreicht haben. Wünschen nun Verwandte, zu Erlangung der Erbschaft des Abwesenden, dessen Todtenerklärung, so haben sie bei der Obrigkeit, wo die Erbschaft liegt, um Erlassung von Edictalien anzusuchen und durch den Eid, oder sonst auf glaubwürdige Weise, zu bescheinigen, daß sie seit 20 Jahren keine Nachricht von dem Verschollenen erlangt haben, oder daß dieser seit seiner Abwesenheit das 70ste Jahr seines Lebens überschritten, oder nach zurückgelegtem 65sten Jahre sich erst entfernt und seitdem fünf Jahre lang keine Nachricht von sich gegeben habe. Auch der Abwesenheits=Vormund kann, um sich der Vormundschaft zu entledigen, auf Edictalladung antragen, so wie diese endlich auch, wofern keine Interessenten bekannt sind, vom Richter von Amts wegen verfolgt werden kann. Das Gesuch des Erbinteressenten muß enthalten: Stand, Vor= und Zunamen des Verschollenen, Zeit und Art der Entfernung von seinem regelmäßigen Wohnorte, Gründe, aus welchen man den Tod vermuthet, insbesondere Mangel an Nachricht und Belege dazu, das Interesse des Bittstellers an der Vorladung des Verschollenen, nach Befinden die Versicherung, daß nähere Verwandte nicht aufzufinden gewesen sind, und endlich die bestimmte Bitte, den Verschollenen und alle diejenigen, welche Ansprüche an sein Vermögen zu haben glauben, gesetzlich vorzuladen, wozu (wenn ein Erbinteressent die Vorladung ausbringt) noch die Bitte kommen kann, ihm, dafern in diesem Termine <215, 592> Niemand ein besseres Licht nachweise, die Erbschaft zu überlassen. Hierauf ladet der Richter durch Edictalien den Abwesenden unter der Verwarnung: daß er im Falle Nichterscheinens für todt werde erklärt werden, die unbekannten Erben aber mit der Androhung: daß sie im Falle des Außenbleibens von der Erbschaft würden ausgeschlossen werden, auf einen bestimmten Termin vor. Erscheinen sie nicht und werden von dem erwählten Verlassenschaftsvertreter gehörig Ungehorsams beschuldigt, so erfolgt in dem hierauf abzufassenden Urthel die Todeserklärung des Abwesenden und die Ausschließung der unbekannten Interessenten. Das kleinste Versehen bei der Ungehorsamsbeschuldigung macht aber das ganze Verfahren nichtig und nöthigt, die Edictalien noch einmal zu erlassen. Innerhald Jahresfrist nach eröffnetem Urthel können nun zwar diejenigen, welchen ihren Ungehorsam im Termine durch Beibringung rechtmäßiger Hindernisse zu entschuldigen vermögen, so wie diejenigen, welchen die Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zukommt, ihre Rechte noch geltend machen, weshalb auch innerhalb Jahresfrist die zuerkannte Erbschaft ohne hinreichende Caution nicht ausgeantwortet wird; allein nach Verfluß dieses Jahres kann in Sachsen der für todt Erklärte, auch wenn er wirklich zurückkehrte, sein Vermögen nicht zurückverlangen. -- Nach dem Allgemeinen Preußischen Landrechte, Th. II., Tit. 18, §. 821 ff., können die nächsten Verwandten eines Verschollenen nach zehn Jahren auf Todtenerklärung antragen, diese 10 Jahre vom Tage der letzten Nachricht an, oder, dafern gar keine eingegangen, vom Tage der Entfernung an gerechnet. Ist der Abwesende vor erlangter Volljährigkeit verschollen, so rechnet man vom Tage der Volljährigkeit an, und wenn die Minderjährigkeit zur Zeit der Entfernung ungewiß ist, sind 15 Jahre nö<215, 593>thig. Wird ein Erbe vermißt und ist der Zeitpunkt, wo er zuerst vermißt wurde, nicht auszumitteln, so wird vom Todestage des Erblassers an gerechnet. Die nach Ablauf des gesetzlichen Zeitraums zu erlassende öffentliche Vorladung hat der Curator des Abwesenden beim Gerichte des letzten Wohnortes auszuwirken, und mit der nach beendigtem Edictalverfahren erfolgenden Todeserklärung endigt auch die Curatel über den Abwesenden, und sein etwa vorhandenes Testament wird eröffnet. Sind seit der Entfernung des Abwesenden oder seit der letzten eingegangenen Nachricht 40 Jahre verflossen, so ist keine Edictalcitation nöthig. Ist die Todeserklärung noch nicht rechtskräftig, oder das Vermögen noch nicht ausgeantwortet, so muß der Nachweis, daß der Abwesende früher oder später gestorben und die Erbschaft nach Befinden noch einem Andern, als dem, der um Edictalien nachgesucht hat, zugefallen sei, zugelassen werden. Der Abwesende kann zwar (anders als in Sachsen) noch nach der Todeserklärung sein Vermögen zurückverlangen, aber nur so weit es vorhanden ist; auch muß er die vom redlichen Besitzer zu Gunsten eines Dritten getroffenen Verfügungen in der Regel anerkennen. Sind 30 Jahre nach der rechtskräftigen Todeserklärung verflossen, so kann der Zurückgekehrte vom Besitzer des Vermögens nur einen nothdürftigen Unterhalt fordern. -- Nach dem Oesterreichischen Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuche, Th. 1, Hptst. 1, §. 24, kann ein Abwesender für todt erklärt werden: 1) wenn seit seiner Geburt 80 Jahre verstrichen sind und sein Aufenthaltsort seit 10 Jahren unbekannt ist; 2) wenn Letzterer 30 Jahre unbekannt geblieben; 3) wenn er entweder im Kriege schwer verwundet worden oder auf einem Schiffe, da es scheiterte, oder sonst in einer nahen Todesgefahr gewesen ist und seit drei Jahren vermißt wird. Sucht Jemand unter die<215, 594>sen Voraussetzungen um Todterklärung an, so wird der Abwesende, welchem ein Curator zu bestellen, durch ein auf ein ganzes Jahr gestelltes Edict (in Preußen sind es 9 Monate, in Sachsen dreimal 45 Tage) mit der Verwarnung vorgeladen, daß er, im Falle er nicht erscheinen oder das Gericht von seinem Leben in Kenntniß setzen werde, für todt erklärt werden solle. Der Tag, an welchem die Todeserklärung rechtskräftig wird, gilt als Sterbetag des Abwesenden, und hiernach richtet sich die Erbfolge, wenn nicht später noch ein anderer Sterbetag erwiesen werden kann; der Besitzer muß im letztern Falle, so wie wenn der Abwesende zurückkehren sollte, das vorhandene Vermögen wieder herausgeben. -- Nach dem Code civil erfolgt keine eigentliche Todterklärung. Hat aber seit der provisorischen Einweisung in den Besitz des Vermögens des für abwesend Erklärten die Abwesenheit 30 Jahre gedauert, oder sind seit der Geburt des Abwesenden 100 Jahre verflossen, so wird die bisher vom Besitzer bestellte Caution aufgehoben, und er bekommt den unbedingten Besitz. Dem rückkehrenden Abwesenden braucht der provisorisch Eingewiesene, wenn vom Tage der Entfernung 15 Jahre verflossen, nur den fünften, wenn mehr als 15 Jahre verflossen sind, nur den zehnten Theil der Einkünfte zurückzugeben. Aber auch der unbedingt Eingewiesene muß das vorhandene Vermögen und die Güter, die vom Preise der verkauften wieder angeschafft worden sind, zurückgeben.

Verschoß Klassifizierung: 336.2 Steuern DDC-Icon , so viel wie Fundschoß, eine Staatsabgabe, die auf dem Grund und Boden haftet; daher das Zeitwort:

Verschossen, die unter dem Namen Geschoß oder Schoß gewöhnliche Abgabe entrichten.

Verschrägen Klassifizierung: 631.27 Zäune, Hecken, MauernDDC-Icon , ursprünglich etwas der Schräge nach arbeiten, richten. Hauptsächlich sagt man in der <215, 595> Landwirthschaft verschrägen von Befriedigungen oder Umzäunungen, die aus schräg gesetzten Pfählen oder Stangen so gemacht werden, daß immer je zwei oder je vier einander kreuzen.

Verschrämen Klassifizierung: 622 Bergbau und verwandte TätigkeitenDDC-Icon sagt man im Bergbaue von einem Gange, wenn man das neben ihm befindliche Gestein weghaut, so daß das Erz bloß zu liegen kommt; vergl. hierzu auch den Art. Pfeil-IconSchrammen.

Verschränken Klassifizierung: 704.9 IkonografieDDC-Icon , irgend etwas, z. B. zwei Fäden, zwei Drähte, Stäbe etc., kreuzweis übereinanderlegen oder über einander flechten. Z. B. die Arme verschränken, die Arme über der Brust ineinander legen, so daß der eine Unterarm unter den anderen Oberarm gesteckt wird, während der zweite Unterarm sich über den erstern legt und erst beim Ellenbogen die Hand zwischen den Oberarm und die Brust gesteckt wird. Napoleon wird gewöhnlich mit so verschränkten Armen abgebildet, also in einer Stellung, welche von Ernst, Nachdenken und Selbstbewußtsein Zeugniß giebt.

Verschrauben, ein von Schraube abgeleitetes Zeitwort, mit Schrauben verschließen oder befestigen.

Verschreibebuch Klassifizierung: 354.3 Umweltverwaltung und Verwaltung natürlicher RessourcenDDC-Icon nennt der Bergmann sein Verleihbuch, eben so sein Verleihgeld oder Receßgeld oder Fristgeld sein Verschreibegeld.

Verschreiben Klassifizierung: 346.04 SachenrechtDDC-Icon Klassifizierung: 615 Pharmakologie und TherapeutikDDC-Icon , in eigentlicher Bedeutung, etwas durch Schreiben verbrauchen. Man verschreibt z. B. ein Buch Papier zu einem Aktenstücke, das heißt, man braucht so viel Papier, um das Aktenstück anzufertigen. Verschreiben heißt auch falsch, unrichtig aus Unachtsamkeit oder Unkenntniß schreiben, gewöhnlich in der reciproken Form, sich verschreiben. -- Etwas Jemandem verschreiben bedeutet, Jemandem den Besitz oder das Eigenthum einer Sache entweder sogleich, oder für die Zukunft schriftlich zusichern. Es kann Jemand sein Haus, sein <215, 596> Vermögen, z. B. ein Ehemann seiner Ehefrau, bei Lebzeiten verschreiben, d. h. auf sein Eigenthumsrecht zu Gunsten derselben verzichten. Auch sagt man, etwas verschreiben, wenn man damit ein Unterpfand zu geben schriftlich versichert. Als Reciprokum heißt sich für Jemanden verschreiben, schriftlich für Jemanden Bürgschaft an einen Drttten leisten, so daß man selbst für die Verpflichtung, die Jener eingegangen ist, aufzukommen sich verpflichtet. Sich Jemandem verschreiben heißt, ein schriftliches Bekenntniß ablegen, daß man Jemandem mit seiner Person oder mit seinem Vermögen als Eigenthum angehören will. Daher in den früheren abergläubischen Jahrhunderten: sich oder seine Seele dem Teufel verschreiben, und darüber einen Schuldschein ausstellen, der natürlich mit Blut unterzeichnet werden mußte. Der Teufel gewährte dafür dem später ihm Verfallenen gewisse zeitliche Güter, Glück u. s. w. Sich etwas verschreiben sagt man auch, wenn man sich Waaren u. dergl., auch wohl Personen, von fremden Orten brieflich bestellt und kommen läßt; namentlich braucht man den Ausdruck von dienenden Personen, die man für seinen Haushalt oder sein Geschäft von anderswo herkommen läßt. -- Die Aerzte verschreiben den Patienten etwas, d. h. sie verordnen ihnen schriftlich durch ein Rezept eine Arznei.

Verschreibung Klassifizierung: 346.04 SachenrechtDDC-Icon Klassifizierung: 354.3 Umweltverwaltung und Verwaltung natürlicher RessourcenDDC-Icon , das vom vorigen Zeitwort abgeleitete Substantivum, dessen Bedeutung vorzugsweise eine schriftliche Ausfertigung eines Schuldscheins ist; daher auch Schuldverschreibung. Durch solche Verschreibungen werden z. B. Realrechte (Eigenthum, Lehen) an einen Andern überlassen, vorzugsweise aber gelten Verschreibungen von Einräumung gewisser Pfandrechte. Man verschreibt z. B. ein Grundstück als Pfand für ein Darlehen, man stellt eine Obligation dafür aus. Die Verschreibungen theilt <215, 597> die Rechtspraxis und Wissenschaft in directe und indirecte (im Französischen Promesses directes ou indirectes), je nachdem der Schuldner selbst in Person oder durch einen Dritten, auf den er anweist, die Zahlung zu machen sich verpflichtet. -- Im Bergrechte sind Verschreibungen die schriftlichen Urkunden über Verleihung der Zechen, daher Verschreibegeld die Gebühren für das Verschreiben einer Zeche, vorzüglich aber dasjenige, welches der Schichtmeister vermittelst einer Anzeige, daß die Zeche fortgebaut werden soll, vierteljährlich entrichtet; endlich das vierteljährlich für eine Bergfristgestattung abzuleistende Geld, also so viel wie Fristgeld oder Receßgeld. Verschreibetag, der Tag, an welchem eine Verschreibung gemacht wird, oder von welchem an sie gilt. Verschreibeblanquet oder Zettel, ein Zettel, ein Formular, wodurch dem Bergbeamten das Verschreiben erleichtert wird, da er dasselbe nur auszufüllen und zu unterschreiben braucht.

Verschreien Klassifizierung: 306.2 Politische InstitutionenDDC-Icon , durch Schreien, lautes Sprechen oder vieles Reden in üblen Ruf bringen. Im alten deutschen Criminalrecht, beim sogenannten Halsgerichte, wurde der Entleibte verschrieen, wenn der Mörder desselben nicht ausfindig gemacht werden konnte. Dies geschah auf folgende Weise: der nächste Verwandte oder Blutsfreund des Ermordeten oder statt dessen der Gerichtsdiener schrie öffentlich mit entblößter Wehre am Sarge des Ermordeten dreimal Zeter (im Niedersächsischen Jodute), das heißt: Wehe! über den Mörder.

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