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Unterschiedlich, Bei= und Nebenwort, welches nur im Positiv üblich, und von dem Mittelworte unterschieden abgeleitet ist, und auch so wie dieses nur im weitern Verstande gebraucht wird, mehrere von einander unterschiedene Dinge zu bezeichnen. Es giebt unterschiedliche Arten sich auszudrücken, und unterschiedliche Stimmen, mehrere, verschiedene. Unterschiedliche Arten der Thiere. Ich habe aber noch Unterschiedliches zu sagen, Manches. Das Brod, der Kuchen, die Speisen, die Getränke werden unterschiedlich zubereitet, auf verschiedene Art.

Unterschiedsbinde Klassifizierung: 610.28 Unterstützende Techniken und Verfahren; Geräte, Ausstattung, MaterialienDDC-Icon , Discrimen, eine Bandage, welche beim Aderlassen an der Stirn und an den Schläfen gebraucht wird. Diese Binde ist 5 bis 6 Ellen lang und zwei Querfingerbreit. Mit dem Ende der Binde nimmt man das Maaß von der Stirn bis an' s Genick, läßt das gemessene Ende vorn herunterhangen, und fährt mit ihr über die Mitte des Kopfes in' s Genick. Dann, indem sie Jemand auf dem Scheitel festhält, fährt man mit ihr in einem Zirkel ganz um den Kopf herum und befestiget dadurch auf der Stirn das herabhangende Ende, welches man aus dem Genick zurückschlägt und mit Zirkelgängen befestiget, womit man bis zu Ende der Binde fortfährt.

Unterschiff Klassifizierung: 623.8 Schiffstechnik und NautikDDC-Icon , im Seewesen, der untere Theil eines Schiffes, welches im Wasser geht.

Unterschild Klassifizierung: 597.92 Chelonia (Schildkröten)DDC-Icon , bei den Schildkröten, der Bauchschild.

Unterschlächtig Klassifizierung: 621.21 WassermühlenDDC-Icon , Unterschlägig, im Mühlenwesen, bei den Wassermühlen, die Einrichtung, daß das Wasser die untere, dem Oberwasser zugekehrte Seite der Wasserräder ergreift und umdreht, daher solche Mühlen unterschlächtige Mühlen, ein zu dieser Einrichtung passendes Gerinne ein unterschlächtiges Gerinne, und die dazu gehörigen Wasserräder, als Strauber=, Staber= und Pansterräder, unterschlächtige Räder heißen. -- Die unter<200, 39>schlächtige Wassermühle, kann nach der Verschiedenheit der unterschlächtigen Räder, wie schon bemerkt, eine Straubermühle, eine Stabermühle, eine Panstermühle oder eine Schiffmühle seyn. In kleinen Flüssen ist die Gewalt des Wassers nicht immer hinreichend, ein unterschlächtiges Wasserrad umzudrehen, daher muß man die Gewalt desselben durch ein stärkeres künstliches Gefälle vermehren, welches auf folgende Weise geschieht. Man sucht erst das Wasser durch Stauchen und Dämmen zum Steigen zu bringen, damit es von einer größeren Höhe auf die Wasserräder herabschieße. In dieser Absicht wird das Grundwerk quer über den Fluß, von einem Ufer bis zum andern, gebaut. Durch den Herd dieses Grundwerkes wird das Wasser aufgehalten und zum Steigen gebracht. Dieser Herd besteht nun aus sehr starken Pfählen, die quer über den Strom, 4 Ellen oder 8 3/4 Fuß weit von einander, eingeschlagen werden. Auf diesen Pfählen ruht, gleichfalls quer über den Fluß hinüber, der Fachbaum, ein starker viereckiger Baum, der für das gestauchte Wasser die höchste Fläche bezeichnet, und über welchen das Wasser in das künstliche Gerinne schießt. Der Fachbaum darf nach der Wasserwage nur einen Zoll höher gelegt werden, als der vor dem Fachbaume in einer Entfernung von einigen Schuhen oder Fußen eingeschlagene und durch feste Riegel in dem Boden verwahrte Mahlpfahl, Sicherpfahl oder Aichpfahl. Man nennt jenen Zoll den Zehrzoll, Nährzoll oder Erbzoll, und gründet diese Maaßregel darauf, daß der Fachbaum von dem darüber fließenden Wasser, von den Eisschollen etc. auf der obern Fläche nach und nach etwas abgenutzt wird, und sich dadurch die Höhe des gestauchten Wassers allmählig vermindert. Die genaue Bestimmung der Höhe des Fachbaumes ist aber nöthig, weil an einem Flusse gewöhnlich mehr Müh<200, 40>len liegen; denn wird dieser Fachbaum von dem einen Müller für sein Interesse zu hoch gelegt, so würde der Obermüller zu viel und der Untermüller zu wenig Wasser haben, und Beide würden dadurch in Noth kommen. Die Räder des Obermüllers würden zu tief im Wasser gehen, und also ersaufen, und die Räder des Untermüllers würden nicht gehörig in das Wasser eintauchen, und daher Beider Räder entweder gar nicht, oder doch nicht gehörig umlaufen können. Deshalb wird auch das Legen des Fachbaumes und das Schlagen des Sicherpfahles immer im Beiseyn von Wasserbaumeistern, von obrigkeitlichen Personen und von Zeugen errichtet. -- Vor dem Sicherpfahle sind vier Reihen andere Pfähle eingeschlagen, von denen die erste Reihe neun Zoll tiefer steht, als der Sicherpfahl; die zweite eben so viel tiefer, als die erste etc. bis zur vierten Reihe. Die Zwischenräume zwischen allen Pfählen sind durch Bohlen, durch eingeschlossenen und festgestampften Thon etc. möglichst dicht ausgefüllt, damit kein Unterwaschen des Grundes Statt finden kann. Zwischen die Pfähle, worauf der Fachbaum liegt, sind noch andere Pfähle eingerammt, über welchen die Schwellen oder Jochstücke ruhen. Diese befestigen so den Fachbaum, daß er dem Drucke des gegen ihn pressenden Wassers gehörig widerstehen kann. Noch eine besondere Reihe dicht aneiannder gesetzter Pfähle befindet sich vor dem Fachbaume, welche Reihe sich bis an die Ufer des Flusses erstreckt. -- Der über den Fachbaum fließenden Wassermasse wird nun ein bestimmter Weg in das Gerinne und nach den Wasserrädern hin angewiesen, wozu das Grießwerk dient. Zwei auf dem Fachbaume in einer bestimmten Entfernung aufgerichteten Pfosten, die Grießsäulen, sind an ihren innern gegeneinander gekehrten Seitenflächen ihrer ganzen Höhe nach eingeschnitten, so daß die Einschnitte Falzen oder Nuthen <200, 41> bilden, in welchen sich die Schütze oder das Schutzbrett mittelst Hebestangen, oder mittelst Ketten, die um einen kleinen Haspel gehen, auf= und niederbewegen läßt. Durch die Oeffnung der emporgehobenen Schütze strömt das Wasser in das Mahlgerinne und gegen die Schaufeln des Rades. -- Das Mahlgerinne ist entweder ein geradeausgehender, oder ein gekröpfter (nach der Krümmung des Rades gebogener) aus Bohlen wasserdicht zusammengesetzter hölzerner Kanal, dessen Tiefe und Breite die Höhe und Breite der Schaufeln des Wasserrades nur um wenige Zoll übertrifft. Die Entfernung der Grießsäulen von einander richtet sich nach der Weite dieses Gerinnes. Man befestiget das Gerinne auf eingerammte Pfähle und darüber gelegte Schwellen. Neben dem Mahlgerinne ist noch ein zweites, gleichfalls durch eine Schütze verschließbares Gerinne, das wüste Gerinne oder der Freilauf, welches Gerinne verschlossen ist, so lange die Wasserräder umlaufen. Soll die Mühle still stehen, und also das Mahlgerinne verschlossen werden, so öffnet man das wüste Gerinne, um die Wasser neben den Rädern hin abzuführen. -- Mühlen, die an der ihnen einmal angewiesenen Stelle unverrückt stehen bleiben, nennt man Pfahlmühlen. -- Bei den Panstermühlen läßt sich das Wasserrad sammt der Welle und dem Kammrade mittelst einer Winde höher heben und tiefer herablassen, je nachdem das Wasser sich hinter dem Rade zu viel anhäuft, oder zu sehr abnimmt. Das Lager der Wellzapfen ist nämlich auf und nieder bewegbar, indem es zwischen Nuthen oder Falzen mittelst einer von der Winde getriebenen Kette auf= und niedergezogen werden kann. -- Die Schiffmühle, auf großen Strömen angewandt, die sich durch keinen Grundbau stauchen lassen, ruht gewöhnlich auf zwei durch Ketten, Taue und Anker mit dem Ufer verbundenen Schiffen, <200, 42> dem Hausschiffe und dem Wellschiffe. Das Hausschiff trägt das ganze Mühlenwerk. Auf dem schmälern Wellschiffe ruht bloß der eine Wellzapfen des Wasserrades. Beide durch starke Balken vereinigte Schiffe haben zwischen sich einen Raum, worin sich das Wasserrad (das Schiffmühlenrad) umdreht. Da das Schiffmühlenrad langsam umläuft, indem das Wasser des Stromes bloß vermöge seiner natürlichen Geschwindigkeit darauf wirkt, so muß die Schiffmühle immer ein tüchtiges Vorgelege haben, um dem Läufer die erforderliche Geschwindigkeit zu geben. S. auch unter Pfeil-IconMühle, Th. 95, Pfeil-IconS. 198 u. f. und Pfeil-IconS. 252 u. f.

Bei dem unterschlächtigen Mahlgerinne muß die Arche dieses Gerinnes niemals parallele Wände haben, sondern das Wasser keilförmig nach dem Fachbaume leiten; denn da der Abfluß durch die Mahlschütze schneller fortfließt, als das Wasser in das Gerinne eintritt, so dehnt sich das Gefälle in den parallelen Archen aus, wenn sie besonders von beträchtlicher Länge sind, verliert den Wasserstand vor der Schütze; aber auch zugleich den Druck, wovon doch lediglich der rasche Sturz in' s Rad abhängt. Eine solche Mühle kann auch bei Ueberschwemmungen nicht einmal mit voller Arche mahlen. Je länger nun das Gerinne der Vorarche ist, und je mehr das Rad des Wassers bedarf, um so weiter muß es sich gegen den Einfluß zu ausbreiten. In großen Strömen sind dergleichen Archen nicht anzulegen, man führt Dämme nach einer keilförmigen Richtung so weit in denselben herauf, bis sie so viel Wasser spannen, als zum Betriebe der Wasserräder erforderlich ist. Zu einer gehörig überlegten Angabe eines solchen Mahlgerinnes gehört mehr, als man beim ersten Anblick vermuthet; denn ehe man mit der Zeichnung dazu beginnt, die ersten Linien auf dem Reißbrette zieht, muß man wissen, wie viel Wasser das Rad nöthig hat, um in <200, 43> der möglichst kürzesten Zeit die möglichst größten Wirkungen zu leisten. Hat man nun eine Wassermühle vor sich, so ist erst die Totalkraft mechanisch zu berechnen, das heißt, man bestimmt diejenige Kraft, welche an den Schaufeln des Rades mit der zu überwältigenden Last, nebst der Friktion des gesammten Räderwerkes das Gleichgewicht halten würde. Gesetzt sie sey gleich P oder = P gefunden worden, und diejenige Kraft, welche dieses Gleichgewicht mit der nöthigen Geschwindigkeit überwinden und das Rad in die nöthige Geschwindigkeit versetzen soll, oder die lebendige Kraft sey = V, so schließt 4 : 9 = P, und also ist V = 9 P. So groß nun diese lebendige Kraft befunden wird, so stark muß auch der Stoß des Wassers auf die Schaufeln des Rades wirken, und dieser Stoß erzeugt sich theils aus der Geschwindigkeit des über den Fachbaum herabschießenden Wassers, theils aus der Weite des Profils. Beide Größen kennen ausgemittelt werden. In Hinsicht der Geschwindigkeit ist das geringe Gefälle, welches dem Untergerinne zugetheilt wird, gar nicht in Anschlag zu bringen; denn solches ist nur deshalb nöthig, daß das Radwasser, wenn es seinen Stoß auf die Schaufeln verrichtet hat, zugleich mit der Geschwindigkeit des Rades abfließt, sonst würde das Rad in seinem Laufe durch das nachlassende Wasser sehr gehemmt werden. Es ist nur noch der Wasserstand über dem Fachbaume übrig, dessen Wirkung dem Rade die nöthigen Kräfte ertheilt. Man darf hier also weder den möglichst höchsten, noch den möglichst niedrigsten, sondern den gewöhnlichsten zur Rechnung erwählen. Es finden hier also zwei Fälle Statt, entweder die Höhe des Wassers ist über dem Fachbaume so beschaffen, daß, wie es gewöhnlich der Fall ist, gar kein Druckwasser zu haben ist, welches bei einem Wasserstande von 1 1/2 bis 2 Fuß sich zuträgt, oder das Wasser kann vermöge der Schütze noch <200, 44> höher getrieben werden, ohne zu wenig Wasser in' s Rad stürzen zu lassen. Im ersten Fall werden zwei Drittheile einer der ganzen Höhe des Wasserstandes zukommenden Geschwindigkeit angenommen, und im andern Falle werden vier Neuntel von der Oeffnung der Schütze zu dem über der Schützöffnung stehenden Druckwasser hinzugethan, und nach diesem Gefälle die mittlere Geschwindigkeit des Stoßes beurtheilt. Aus dieser Geschwindigkeit wird die Wirkung auf einem Quadrat gesucht. Mit diesem Stoße dividirt man nun in V, so zeigt der Quotient an, wie viel Quadratfuß die Schaufel enthalten müsse, um genugsame Gewalt zu bekommen, das Rad mit dem erforderlichen Nachdrucke im Gange zu erhalten. Das Gerinne richtet sich nach den Schaufeln des Rades, und man würde Unrecht thun, anders zu verfahren. Zu diesem Vorhaben fehlt aber noch die Schaufelbreite, die nicht willkührlich ist; denn wenn die Schaufel den ganzen Stoß des Wassers empfangen soll, so muß sie auch ganz mit Wasser bedeckt werden können. Dieses geschieht nicht, wenn sie nicht die völlige Breite des auf sie zuschießenden Fachbaumwassers besitzt. So dick nun der Wasserstrahl ist, so breit muß auch die Schaufel angegeben werden. Die Länge kommt aber heraus, wenn mit der Breite in den vorher gefundenen Flächeninhalt dividirt wird. Die Angabe eines unterschlächtigen Mahlgerinnes begreift eine doppelte Arbeit in sich. Zuerst ist das Ebenmaaß der Schaufel zu bestimmen; dann folgt erst die Abstechung des Gerinnes selbst. Das Erste ist, aus der gegebenen todten Kraft der Maschine und der Höhe des Wasserstandes eine Schaufel zu einem unterschlächtigen Rade zu zeichnen, nach folgender Auflösung: 1) Bestimmt man nach dem Verhältnisse aus der todten Kraft die lebendige; z. B. die todte Kraft sey = 700 Pfund, so schließt 4 : 9 = 700 : 1575 Pfund. 2) Findet man aus <200, 45> dem Wasserstande die mittlere Geschwindigkeit des Massers, und sucht zugleich den solcher Geschwindigkeit zukommenden Stoß auf. Wenn z. B. die Schütze 12 Zoll gezogen wird, so bliebe noch 1 Fuß 9 Zoll Druck über die Oeffnung übrig. Da nun 4/9 von der Oeffnung zur Höhe des Druckwassers zu addiren sind, um die Höhe des mittleren Wasserstandes herauszubringen, so wird derselbe hier 1' 9 + 5 1/2 oder 2' 2 ausmachen, = 11' 6 in einer Sekunde, und dessen Stoß auf einen Pariser Quadratfuß = 154 2/3 Pfund gewährt. 3) Dividirt man nun mit dem Stoße in die lebendige Kraft; denn so vielmal der Stoß auf einen Quadratfuß in der Größe der lebendigen Kraft enthalten ist, so vieler Quadratfuß bedarf die Schaufel. Es ist nun 154 2/3 in 1575 enthalten 10 88/464mal; so viele Quadratfuß machen den Inhalt der Schaufelfläche aus. 4) Nimmt man die Oeffnung der Schütze zur Schaufelbreite an, und dividirt damit in den Flächeninhalt, so giebt der Quotient die Länge. Da nun gegenwärtig diese Breite gleich 12 Zoll ist, so ist die Länge = 10' 2 -- Die zweite Aufgabe ist folgende: Aus der gegebenen Schaufel, dem gegebenen Durchmesser des Rades, ingleichen dem gewöhnlichen Wasserstande den Standriß eines unterschlächtigen Gerinnes zu entwerfen. Die Auflösung ist diese: 1) Man zieht eine gerade Linie, welche den Spiegel des Unterwassers vorstellt, und trägt dann von der Rechten nach der Linken bis zur Hälfte der gegebenen Linie den Durchmesser des Wasserrades. 2) Dann wird die Weite nach den Umständen des Ortes, die nöthige Entfernung des Fachbaumes und der Grießsäulen vom Rade abgestochen, und bei dem Entfernungspunkt vom Rade eine senkrechte Linie aufgerichtet. Man muß bemerken, daß, weil daran liegt, daß das vom Fachbaume herabstürzende Wasser die Schaufeln treffe, ehe es in Unordnung geräth, es gut <200, 46> sey, wenn die Entfernung des Fachbaumes und der Grießsäule vom Rade so kurz als möglich angenommen wird. 3) Da nun ein Wasserrad sich mit dem dritten Theile der Geschwindigkeit des einstürzenden Triebwassers bewegen muß, wenn es nach den mechanischen Prinzipien die möglichste Wirkung leisten soll, auch bei Proportionirung der todten Kraft zur lebendigen diese Geschwindigkeit von selbst erfolgt, und dem Rade übrig bleibt, das Wasser aber im Unterfluther, wenn es durch den Stoß seine Kraft verloren hat, eben so schnell, als das Rad mit demselben freiwillig fortlaufen muß, damit das Rad nicht durch dessen Widerstand gelähmt werde: so muß man dasjenige Gefälle aufsuchen, welches dem Flutherwasser 1/3 von der Geschwindigkeit des Stoßwassers ertheilt. Es sey z. B. die mittlere Geschwindigkeit des Stoßwassers = 11' 6 in einer Sekunde, davon 1/3 = 3' 10 das dieser Geschwindigkeit zukommende Gefälle ist hier = 2'' 11''', statt dessen man füglich 3 Zoll annehmen kann. Die Müller, um sicherer zu gehen, nehmen in Pausch und Bogen 6 Zoll zum Gefälle eines jeden Unterfluthers an. Dieses Gefälle trägt man auf die Zeichnung von dem Punkte der Stelle des Fachbaumes auf, und zieht eine schräge Linie als Bodenlinie des Unterfluthers, und so wird ferner nach der gefundenen Berechnung die Zeichnung ausgeführt. Die Höhe der Seitenwände des Gerinnes richtet sich jedesmal nach der wahrgenommenen größesten Höhe des Ober= und Unterwassers. Ueberhaupt wird der Grundriß eines unterschlächtigen Gerinnes aus der gegebenen Breite der Stirne des Rades, dessen Durchmesser, wie auch der erforderlichen Wasserkonsumtion, und der Geschwindigkeit des Stromes gezeichnet etc. Es ist für die Räder solcher Mühlen gut, wenn bewegliche Unterfluther angelegt werden, deren Boden bei hohem Stauwasser in die Höhe geschraubt wird, weil dann das todte Unterwas<200, 47>ser den Schuß des Triebwassers nicht sehr hemmen kann. S. auch unter Pfeil-IconMühle, Th. 95.

Unterschlächtiges Gerinne, s. den vorhergehenden Pfeil-IconArtikel.

Unterschlächtiges Mühlenwesen, s. Pfeil-Icondaselbst.

Unterschlächtiges Wasserrad Klassifizierung: 621.21 WassermühlenDDC-Icon , s. Pfeil-Icondas. -- Ein Rad, im Mühlenbaue, wo das Wasser darunter wegfließt, von unten in die Schaufeln einfällt, und das Rad nach der Seite sich hinkehrt, wo das Wasser fortfließt.

Unterschlag Klassifizierung: 364.1 StraftatenDDC-Icon Klassifizierung: 623.8 Schiffstechnik und NautikDDC-Icon Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon Klassifizierung: 694 Holzbau; ZimmerhandwerkDDC-Icon , der, 1) ein Unterschied im physischen Verstande, das heißt, die Abtheilung eines Raumes durch eine Zwischenwand oder etwas Aehnliches, eine nur in einigen Gegenden übliche Bedeutung. -- 2) Im Bauwesen, ein Querbalken, welcher unter einen Hauptbalken gelegt wird, um ihn zu tragen. -- 3) Beim Weber, der Kettenfaden, welcher in einem Gewebe nicht gehörig festgeschlagen ist. -- 4) Im Schiffbaue, Kolben, welche neben den Fischen zwischen die Balken gelegt werden, damit die Fische beim Schwanken der Masten nicht zu sehr beschädiget werden. -- 5) Die Handlung des Unterschlagens, wo es auch in einem weitern Verstande für Unterschleif gebraucht wird. Keinen Unterschlag, noch Betrug ausüben.

Unterschlagen Klassifizierung: 681 Präzisionsinstrumente und andere GeräteDDC-Icon Klassifizierung: 687 Kleidung und AccessoiresDDC-Icon Klassifizierung: 364.1 StraftatenDDC-Icon , ein unregelmäßiges thätiges Zeitwort; 1) einen Raum abtheilen, durch eine dazwischen geschlagene Scheidewand, wodurch zwei Räume entstehen; daher ein Zimmer unterschlagen. -- 2) Etwas, das für einen Andern bestimmt ist, heimlich und böslich für sich behalten, damit es nicht zur Kenntniß dieses Andern, des rechtmäßigen Besitzers, gelangt. Daher einen Brief unterschlagen. Geld, eine Erbschaft unterschlagen. Ein anvertrautes Pfand unterschlagen. Der Pachter hat Gelder unterschlagen Ein Postbeamter hat Geldbriefe unterschlagen. Ein <200, 48> Kassirer ihm anvertrauete Gelder. So auch die Unterschlagung. -- 3) Beim Kleidermacher, die Steifleinwand, oder ein Stück Futter bei einem Kleide, da, wo es nothwendig ist, unterlegen, und leicht, mit Vorderstichen, anheften. Man legt diese Leinwand z. B. unter Knopflöcher, Knöpfe etc. -- 4) Beim Uhrmacher, wenn die Kette von dem Federhause oder der Trommel abgleitet, und sich um den Federstift legt; ein Fehler, welcher dadurch entsteht, daß das Federhaus unten keinen Vorsprung hat, oder daß die Feder nicht genug gespannt ist. -- 5) Jemandem ein Bein unterschlagen, mit dem Beine unter ihm die Füße wegschlagen, und ihn dadurch zu Boden werfen; oder ihm den eigenen Fuß so vor oder hinter die Füße stellen, daß er darüber fallen muß. -- 6) Figürlich Jemanden durch List eines Vortheils berauben.

Unterschlägig, s. Pfeil-IconUnterschlächtig.

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