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Ration Klassifizierung: 355 MilitärwissenschaftDDC-Icon , 1) Ursache, Grund; 2) Verhältniß, oder die wechselseitige Beziehung zweyer Größen; 3) auf den Schiffen das Maß und Gewicht an Speise, welches dem Schiffsvolk täglich ausgetheilt wird, und welches bey den Landtruppen Portion heißt. 4) Bey den Landtruppen hingen führt nur das Maß an Futter, welches zum Behuf der Pferde ausgetheilt wird, den Nahmen der Ration, zum Unterschiede von der Portion.

Rational, 1) vernünftig. 2) Was ein Verhältniß gegen einander hat.

Rationalgröße Klassifizierung: 510 MathematikDDC-Icon , wird bey den älteren Mathematikern diejenige genannt, die kein Wurzelzeichen vor sich hat, als 5, 7, 11 oder a, b, c etc.

Rationalist Klassifizierung: 149.7 Rationalismus und verwandte Systeme und PositionenDDC-Icon , derjenige, welcher Meinungen und Lehren nur aus der Vernunft herleitet, und in allen Fällen nur die Aussprüche derselben gelten lassen will. Daher der Rationalismus.

Ratis Klassifizierung: 389 Metrologie und NormungDDC-Icon , ein Gewicht, dessen man sich in der Diamantengrube von Somelpur in dem Königreich <120, 736> Bengalen bedienet, die Diamanten damit zu wägen. Es ist dem Abas in Persien gleich, und beträgt nach unserm Gewicht 7/8 von einem Karat, daß es also 3 1/2 Gran wiegt. Eben dieses Gewichts bedienet man sich auch in andern Gegenden Ostindiens bey Abwägung der Diamanten. Man braucht es auch, um Perlen damit zu wägen.

Ratiti Klassifizierung: 737 Numismatik und SiegelkundeDDC-Icon , heißen die römischen Kupfermünzen, welche auf der Rückseite mit Schiffsschnäbeln (ratibus) bezeichnet waren. Die ältesten sind Stücke von 2, 3 und 4 Unzen. vgl. Janus bifrons.

Raton Klassifizierung: 599.763 Procyonidae (Kleinbären)DDC-Icon , Büffon, der Waschbär, Ursus Lotor Linn.

Ratons Klassifizierung: 641.815 Brot und brotartige LebensmittelDDC-Icon , ist eine gebackene Speise, welche so zubereitet wird: Man schneidet aus einem Blätterteige lange Streifen, überstreicht dieselben mit Käsesülsel, rollt alsdann den Teig über einander, und läßt es so zusammen im Ofen gar backen.

Ratschänte Klassifizierung: 598.41 Anseriformes (Gänsevögel)DDC-Icon , ein Nahme, welcher im gemeinen Leben einiger Gegenden den gemeinen wilden Aenten beygelegt wird, wegen ihrer heiseren rätschenden Stimme. An andern Orten, z. B. um Danzig heißen auch die zahmen Aenten um eben dieser Ursache willen Rätschen, und an noch andern hatschen.

Ratschdorfer Wein Klassifizierung: 663.2 WeinDDC-Icon , ein ungarischer vortrefflicher Wein, welcher in der Gegend eines schlowakischen Fleckeus wächst, der in dem Bezirk von Preßburg liegt, und deutsch Ratschdorf oder Rathischdorf, oder Racisdorf, auf ungarisch aber Ratsei Bor heißt. Das Revier liefert starken Wein, und auch Ausbruch. Die gräfl. Palfysche Familie hält beständig ein ansehnliches Lager von diesen Weinen, darunter viele von den ältesten Jahrgängen sich befinden.

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Ratsche Klassifizierung: 265 Sakramente, andere Riten und HandlungenDDC-Icon Klassifizierung: 786 Tasten-, Schlaginstrumente, mechanische, elektronische InstrumenteDDC-Icon Klassifizierung: 363.2 PolizeidiensteDDC-Icon , (mit einem langen a) im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Werkzeug zum Rathschen, ein Werkzeug, welches ratschet. So wird die Schnarre, welche die Nacht= und Feldwächter an einigen Orten führen, die Ratsche, an andern aber mit verwandten Nahmen die Rassel und Rattel genannt. In den katholischen Ländern Deutschlands führet diejenige Klapper, womit in der Charwoche anstatt der Glocken zur Kirche gerufen wird, den Nahmen der Ratschel, ungeachtet ihr der Nahme der Klapper mit mehrerem Rechte gebührete. Bey dem Pictorius heißt auch die Hanf= oder Flachsbreche die Rätsche.

Rätsche, s. das Pfeil-Iconvorstehende.

Ratschen Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon , (mit langem a) im gemeinen Leben, einen heisernen schnarrenden, widerwärtigen Ton von sich geben. So sagt man von den Aenten daß sie ratschen.

Rattar Klassifizierung: 382.7 ZollpolitikDDC-Icon Klassifizierung: 915.5 IranDDC-Icon Klassifizierung: 388 Verkehr; LandverkehrDDC-Icon , ein persisches Wort, welches einen Zöllner, und bisweilen auch die auf den öffentlichen Landstraßen zur Sicherheit der Reisenden und Kaufleute geordneten Wachen bedeutet. Die Rattar der Zölle in Persien thun den Franken (das ist, allen europäischen Kaufleuten), selten Unrecht oder Ueberlast, und mehrentheils öffnen sie nicht einmahl deren Felleisen, Ballen oder Kisten; sondern lassen es bey ihrer bloßen Angabe bewenden, und fordern nichts weiter, als die ihnen gebührenden Ein= und Ausfahrtszölle. Ganz eine andere Bewandniß aber hat es mit den Rattars, die zur Sicherheit der öffentlichen Wege bestellt sind, als welche insgemein größere Diebe und Räuber sind, als diejenigen, gegen die sie die Kaufleute beschützen sollen. Dieses ist jedoch nur von denen zu verstehen, die man <120, 738> auf dem Wege zwischen Tauris und Ispahan antrifft; da hingegen die zwischen Ispahan und Bander=Abaßi (welches der Weg ist, den die Franken nehmen, wenn sie nach oder aus Persien reisen) eben so leutselig und wenig schelmisch sind, als es jene nicht zu seyn pflegen.

1. Ratte Klassifizierung: 597.3 Selachii (Haie), Holocephali (Seedrachen), Sarcopterygii (Choanichthyes)DDC-Icon , die, an einigen Orten ein Nahme des Rochen, eines bekannten Fisches.

2. Ratte, die, s. Pfeil-IconRatze.

1. Rattel, die, s. Pfeil-IconRatsche.

2. Rattel Klassifizierung: 599.767 Melinae (Dachse) und Mellivorinae (Honigdachse)DDC-Icon , der, Ursus mellivorus Blumenb. der Honigdachs, dorso cinereo, fascia laterali nigra, abdomine nigro, ein Thier aus der Bärengattung, auf dem Kap, das vom Honig und Wachs der wilden Bienen lebt, die in die Höhlen der Stachelschweine etc. nisten. Er gibt auf den Flug der heim eilenden Bienen acht, oder folgt auch bloß der Anweisung des Honigkuckuks. Er hat ein zottiges Fell, und darunter eine ungemein starke sehr bewegliche schiebbare Haut, wodurch er einerseits vor den Bienenstichen, und anderseits vor tiefen Bissen der Hunde gesichert ist.

Rattelesche, Populus tremula L., s. Zitterpappel, im Art. 2. Pfeil-IconPappel, Th. 107, Pfeil-IconS. 390.

Ratteln Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon , in den gemeinen Sprecharten, theils für ratschen, theils für rädern oder sieben, theils endlich für reiteln.

Ratteler, s. Pfeil-IconRattelesche.

Ratten, Agrostemma Githago L., s. Pfeil-IconRaden.

Rattenfalle, s. Pfeil-IconRatzenfalle etc.

Rattenfell, s. Pfeil-IconRatzenfalle etc.

Rattengift, etc. s. Pfeil-IconRatzenfalle etc.

Ratti=Coattings Klassifizierung: 677 Textilien DDC-Icon Klassifizierung: 338.52 PreiseDDC-Icon , englische wollene, ordinäre, tuchartig gewebte Zeuge, die sieben Viertel breit und 38 1/2 Yards lang sind. Die Yard kostet gewöhn<120, 739>lich 6 bis 7 Schill. Sterl. Dieser Artikel wird besonders nach Spanien, Portugal und deren Kolonieen verfahren.

Rattillieren, s. im Art. Pfeil-IconSeidenwirkerstuhl.

Rattin, s. Pfeil-IconRatin.

Rattinfarbe, s. Pfeil-IconRatinfarbe.

Rattus, Mus Rattus, s. Pfeil-IconRatze.

Ratuhn Klassifizierung: 633.61 ZuckerrohrDDC-Icon , die neuen Sprossen, welche an dem abgeschnittenen Zuckerrohr hervortreiben.

Ratz Klassifizierung: 599.36 Sciuridae (Hörnchen) DDC-Icon Klassifizierung: 599.359 Andere Rodentia als Castoridae (Biber), Muridae (Mäuse), Sciuridae (Hörnchen)DDC-Icon Klassifizierung: 599.766 Mustelidae (Marder)DDC-Icon , der, ein Nahme, welcher in den gemeinen Sprecharten verschiedenen Nagethieren beygelegt wird. 1) Dem Murmelthiere, welches in einigen Gegenden der Bergratz, Alpenratz genannt wird, und bey einigen auch im weiblichen Geschlechte die Ratze heißt. 2) Der Haselmäuse, besonders der eßbaren Art derselben, welche im Oberdeutschen die Bilchmaus genannt wird. Von diesem Thiere, welches seines langen Winterschlafes wegen eben so bekannt ist, als das Murmelthier, und daher bey einigen auch der Siebenschläfer heißt, stammt unstreitig die im gemeinen Leben übliche Redensart her, wie ein Ratz schlafen, d. i. sehr viel und fest schlafen, daher man auch einen solchen Menschen einen Schlafratz zu nennen pflegt, so wie die Römer ihn Glire somnolentiorem nannten. 3) Dem Iltisse, welcher besonders in Meissen und Obersachsen unter dem Nahmen des Ratzes bekannt ist. 4) Einer großen Art Hausmäuse, welche gewöhnlicher aber die Ratze heißt; s. das Pfeil-Iconfolgende.

1. Ratze, die, das vorige Wort, welches im Hochdeutschen nur im weiblichen Geschlechte üblich ist, 1) eine große Art Mäuse zu bezeichnen, die Linné Mus Rattus nennt. Es gibt aber mehrere Arten großer Mäuse, die unter den Nahmen der Wasserratzen, Wanderratzen, Bisamrat<120, 740>zen bekannt sind. Von allen diesen, und insbesondere auch von der gemeinen Hausratze, wird im Art. Pfeil-IconMaus, Th. 86, Pfeil-IconS. 5 fl. ausführlich gehandelt, weshalb ich hier, was die Naturgeschichte, Lebensart etc. derselben betrifft, nichts hinzuzufügen nöthig finde.

Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon 2) Bey einigen hochdeutschen Schriftstellern werden auch die im vorigen Pfeil-IconArtikel erwähnten Nagethiere überhaupt Ratzen genannt.

2. Ratze Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon Klassifizierung: 683.8 Haushaltsutensilien und HaushaltsgeräteDDC-Icon , die, ein vielleicht nur im Hennebergischen bekanntes Wort, wo es eine Art Kannen mit Handhaben bezeichnet.

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